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Keilflecklibelle, Foto M.Schultz, 14.06.2018

14.06.2018 Westhofen: Keilflecklibelle, Girlitz
M.Schultz über OAG Kreis Unna: Am Ruhrradwanderweg ca. 1km von der Röllingwiese entfernt konnte ich heute gegen 14:30 einen singenden Girlitz beobachten. An der Röllingwiese selbst neben den üblichen Verdächtigen eine bemerkenswerte Libellenbeobachtung: mindestens 3 Keilfleck-Mosaikjungfern flogen über den Binsen und verteidigten energisch ihre Reviere gegen andere Libellen. Die Art ist laut Libellenatlas NRW in unserem Bundesland vom Aussterben bedroht. Anbei ein (leider nur sehr mäßiges) Belegfoto. (Siehe auch 02.06.2018)

10.06.2018 Bürenbruch und Ergste: Insekten-Beobachtungen
U.+D.Ackermann: Im Hairodt waren nur wenige Schmetterlinge unterwegs. Zwei Admirale nahmen vom Weg Mineralstoffe auf, am Waldweg rastete ein Waldbrettspiel. Dann fühlten wir uns von oben beobachtet. Eine Schwebfliege summte rund zwei Meter über unseren Köpfen. Später zu Hause wurden wir leider Zeuge eines Dramas. Seit einer halben Stunde beobachteten wir ein Paarungstandem der Hufeisen-Azurjungfern beim Eierlegen in unseren Gartenteich. Dass ein Libellenweibchen so viele Eier nacheinander legen kann! Nur hin und wieder wurde eine Pause auf einem Seerosenblatt eingelegt. Dann ging es weiter, bis das Weibchen plötzlich seitlich von einem Halm ins Wasser abrutschte. Fügelschlagend versuchte das Männchen die Partnerin wieder heraus zu ziehen - ohne Erfolg. Schließlich löste er die Hinterleibszange vom "Nacken" des Weibchens und flog davon. Plötzlich ein wildes Zucken des Weibchens - und auf dem Wasser schwammen nur noch zwei Flügel. Ein Molch hatte wohl von unten die Beute geortet und wollte sich den Happen nicht entgehen lassen.

v.o.l. Schwebfliege bei der Luftaufklärung, Waldbrettspiel und Admiral - Pause der Hufeisen-Azurjungfern, das Weibchen rutscht ins Wasser und das Männchen versucht, es heraus zu ziehen. Fotos AGON/Ackermann, 10.06.2018

10.06.2018 Villigst: Beobachtungen
K.Habedank: Einige Fotos aus dem Garten Am Winkelstück 8. Beschreibung der Bilder von oben link nach unten rechts:
- Bis knapp 5 cm lange, rundliche und auffällig gelb-schwarze gezeichnete Raupe mit hell bläulichgrauer Grundfärbung: Eulenfalter
  Brauner Mönch (Cucullia verbasci).
- Krabbenspinne
- Weißer Stechapfel (Datura stramonium), wird im Kosmos Naturführer als sehr selten benannt.
- Gemeine Langbauchschwebfliege (Sphaerophoria scripta)
- Spitzdeckenbock
- Wildbiene

Beschreibung siehe oben. Fotos und Bestimmung AGON/Habedank, 10.06.2018

09.06.2018 Ergste, Bürenbuch: Insekten
U.+D.Ackermann: Heute hatten wir am Gartenteich ein Weibchen der Prachtlibelle, bei uns die erste Prachtlibelle seit 40 Jahren. Während wir sie beobachteten wie sie sich mal auf eine Staudenmohn-Kapsel, auf einen hängenden Erdbeertrieb oder auf eine Blutweiderichspitze setzte, hätten wir fast die Grabwespe verpasst, die sich für ein Loch im Besenstiel interessierte. Der Kleine Fuchs stand netterweise zwischen Bürenbruch und Reingsen auf einer Brennnessel für ein Foto zu Verfügung. Nachdem der Falter im vorigen Jahr sehr selten war, scheint der Bestand sich zumindest teilweise wieder erholt zu haben.

Prachtlibelle Weibchen auf der Mohnkapsel, Grabwespe am Besenstiel und Kleiner Fuchs auf der Brennnessel. Fotos AGON/Ackermann, 09.06.2018
Großer Schillerfalter. Foto AGON/Herrmann,07.06.218
Asiatische Marienkäfer bei der Paarung.Foto AGON/Ackermann, 07.06.2018

07.06.2018 Bürenbruch: Schillerfalter und Marienkäfer
O.Herrmann und D.Ackermann: O.Herrmann fotografierte einen Großen Schillerfalter, der ihn auf seinem Weg ein Stück begleitete. Der Name weist auf die blau schillernden Flügeloberseiten bei bestimmtem Licheinfall hin. Einen gleichen Falter sah D.Ackermann fliegend am Bürenbrucher Weg. Leider hatte der keine Zeit sich mal für ein Foto zur Verfügung zu stellen.
Die Marienkäfer vom Bürenbruch gehören beide wahrscheinlich zu derselben Art: Harmonia axyridis. Dieser Asiatische Marienkäfer tritt in ungeheurer Vielfalt der Farben und Zeichnungen auf. Wikipedia zeigt 16, kerbtier.de 58 verschiedene Varianten.

04.06.2018 Villigst: Insekten-Beobachtung
K.Habedank: Aus dem Villigster Süden einige Fotos netter Wespen.

Grabwespe, Pflanzenwespe (Tenthredo temula), Schlupfwespe, Bestimmung und Fotos: AGON/Habedank, 03.06.2018

02.06.2018 Westhofen: Gefleckter Weidenblattkäfer und Libellen
U.+D.Ackermann: Sehr ruhig war es am Spätnachmittag an der Röllingwiese. Interessant waren vor allem die vielen Libellen. Die zurzeit fliegenden Blaupfeile suchten auf dem Rohr des Tores noch die gespeicherte Sonnenwärme und legten sich platt mit dem Bauch darauf. Ein Plattbauch-Männchen sonnte sich auf einem langen Halm. Viele Azurjungfern waren unterwegs. Besonders schön aber waren die Gebänderten Prachtlibellen zu sehen, die Männchen stahlblau, die Weibchen grün. Eine Besonderheit war der Fund eines Gefleckten Weidenblattkäfers (Chrysomela vigintipunctata), der kaum größer ist als ein Marienkäfer. Der Artname passt, er hat tatsächlich auf beiden Flügeldecken zusammen zwanzig Punkte. Er lebt gern in Wassernähe, wo es Weiden, Pappeln, Birken oder Erlen gibt.

v.o.l. Gefleckter Weidenblattkäfer, Blaupfeil, auffliegende Hufeisen-Azurjungfer - Gebänderte Prachtlibelle Männchen ruhend und gerade gelandet und Weibchen. Fotos AGON/Ackermann, 02.06.2018

31.05.2018 Ergste: Beobachtung im Wannebachtal
U.+D.Ackermann: Bei einem Rundgang vom Michaelisweg durch das Wannebachtal direkt neben einem Landkärtchen ein Käfer auf, dessen Bestimmung einige Schwierigkeiten machte. Er stellte sich schließlich als Gefleckter Blütenbock heraus, der allerdings einen Teil seiner Flecken verloren hatte. Auf dem vorderen Teil seiner Flügeldecken sind sie nur noch als schwache Schatten erkennbar. Das Skorpionsfliegen-Männchen trägt etwas auf dem hinteren Rücken wie ein Skorpion den Giftstachel. Tatsächlich ist die Fliege für den Menschen völlig harmlos, und was wie ein Giftstachel aussieht ist sein zangenförmiger Geschlechtsapparat.

Gefleckter Blütenbock Draufsicht und Porträt - Skorpionsfliegen-Männchen

31.05.2018 Villigst: Insekten-Beobachtung
K.Habedank: Hier einige Insekten aus dem Garten Am Winkelstück 8, 31.05.2018.

Grabwespe (Gorytes quadrifasciatus), Museumskäfer, Garten-Wollbiene, Wildbiene. Fotos und Bestimmung K.Habedank, 31.05.2018

Vierfleck-Libelle, Fotos AGON/Ackermann, 29.05.2018
29.05.2018 Ergste: Nochmal Vierfleck, Hufeisen-Azurjungfer
D.Ackermann: Der Vierfleck hatte heute noch Verstärkung bekommen. Zwei Hufeisen-Azurjungfern flogen um und über den Gartenteich. Nachdem das Vierfleckweibchen seine Eier an den Rändern der Seerosenblätter ins Wasser getupft hatte, kam das Männchen, setzte sich auf einen Vogelkopf (gut, dass der aus Gusseisen war) und stand dann auch noch für eine Reihe von Porträtaufnahmen gern zur Verfügung. Erst beim Betrachten des Bildes merkte ich, dass die Libelle anscheinend gar nicht nach unten sehen kann. Dafür hat sie den Luftraum darüber voll im Blickfeld der fein gerasterten Facettenaugen.

27.05.2018 Villigst: Insekten-Beobachtung
K.Habedank: Hier einige Insektenfotos vom Sonntag 27.05.2018 aus dem Gebiet südlich von Villigst.

v.o.l.: Grüner Scheinbockkäfer, Keilfleck-Schwebfliege, Mistbiene, Wildbiene - Totenkopf-Schwebfliege, Streifenwanze, Raupenfliege, Heuschrecke. Fotos und Bestimmung K.Habedank, 27.05.2018

25.05.2018 Ergste: Beobachtung beim Nachmittagstee
D.Ackermann: Beim Tee auf der Terrasse fiel mir ein kleiner Punkt auf den Winkelsteinen auf. Schräg von der Sonne beleuchtet schien er sehr gleichmäßig strukturiert zu sein. Beim genauen Hinsehen war es ein Gelege von 13 Eiern, das ein Insekt oder eine Spinne auf den Beton geklebt hatte, genau gemessen insgesamt 5 mm klein. Jedes Ei mit Deckel und feinster "Hammerschlag"-Struktur. Ein winziges Tier hing wohl an einem Spinnenfaden noch am Rande. So schön farbig schillernd und gleichmäßig geformt wie die Eier waren hätte ich doch gern gewusst, von wem sie stammten. Das Tierchen war nur noch eine offene Chitinhülle. Mit seiner Größe von ca. 1 mm könnte es aus dem Gelege stammen. Trotz großer Mühe konnte ich nur 6 Beinchen zählen. Wenn da nicht zwei fehlten, sollte es keine Spinne sondern ein Insekt, vielleicht ein winziger Käfer gewesen sein. Allerdings Käfer schlüpfen nicht aus einem Ei. Also Puppenhüllen oder doch Spinneneier? Aber was sind das für seltsame Ecken an den Deckeln? Ganz vorsichtig klappe ich mit einer Nadel das rechte obere "Ei" auf. Bis auf etwas Gespinst - leer. Die Insassen sind wohl alle ausgeschlüpft - halt, eins ist noch ganz. Vielleicht verrät es mehr - aber bis morgen will ich wenigstens noch abwarten. Nachtrag: Leider war auch die noch geschlossene Hülle leer.

Eigelege oder Puppenhüllen? . Fotos AGON/Ackermann, 25.05.2018
Skorpionsfliege Weibchen. Foto AGON/Ackermann, 26.05.2016

28.03.2018 Die Skorpionsfliege ist das Insekt des Jahres 2018
D.Ackermann: Der Name klingt schon gefährlich, noch dazu sieht das Tier merkwürdig aus. Aus dem Hinterleib der Männchen ragt so etwas wie ein Stachel und erinnert an einen Skorpion. Der Kopf dagegen erinnert eher an den Kopf mit Schnabel eines Vogels. Rund 3 cm werden die Fliegen lang. Fliegen können sie aber nicht gut. Werden sie aufgescheucht, landen sie bald nach kurzer Flugstrecke wieder. Man findet sie also meist sitzend irgendwo auf einem Blatt. Übrigens ist der "Stachel" das Geschlechtsteil des Männchens. Dem Weibchen fehlt er also. Skorpionsfliegen ernähren sich gern von toten Insekten. Mit ihrem Schnabel können sie zwischen den Chitinplatten ins Innere der Nahrung gelangen. Nach Expertenmeinung sind die Tiere nicht gefährdet. Die Wahl zum Insekt des Jahres erfolgte, um auch eher unbekannte Arten in den Fokus zu rücken. (Quelle RN 28.03.2018)