Schwerte summt - Planung zurück  

Wir planen einen für Bienen und für Kinder freundlichen Garten

So soll er aussehen:                         Und hier geht es zum Baufortschritt

Auf einer Brachfläche in Schwerte-Villigst am Ende von Schröders-Gasse bzw. an der Elsetalstraße / Ecke Schulstraße soll ein für Bienen und andere Insekten freundlicher Naturgarten entstehen. Weite Teile des Gartens sollen mit verschiedenen Blühstreifenmischungen sowie mit diversen Stauden und Kräutern bepflanzt werden, um durch eine bunte Pflanzenvielfalt den Bienen, Hummeln, Wildbienen und anderen Insekten sowie an einem Teich auch den Libellen und Amphibien ausreichend Lebensraum, Nistmöglichkeit und Nahrungsangebot zu schaffen.

Projektidee:
AGON-Schwerte
c/o Karl Ernst Habedank,
Am Winkelstück 8,
58239 Schwerte
Tel. 02304/74536
Mail: wespe@schwerte.de

Projektleitung:
AGON-Schwerte
c/o Thomas Kruse
Am Kornfeld 43
58239 Schwerte
02304 22397 oder 0179 127 5084
Mail: tomkruse@schwerte.de

Spendenkontonummer:
NABU Kreisverband UNNA
Sparkasse UnnaKamen
IBAN: DE67 4435 0060 0000 3128 92
BIC: WELADED1UNN
Verwendungszweck:
Spende für AGON-Schwerte

Mitmachen erwünscht!
Grundsätzlich ist vorgesehenen, die Schüler der in unmittelbarer Nähe gelegenen Schule und die Kinder des angrenzenden Kindergartens mit am Projekt zu beteiligen, soweit das von der jeweiligen Leitung gewünscht und unterstützt wird. Für die Kinder sollen Pflanzflächen und auch Hochbeete angelegt werden, damit eigene gärtnerische Aktivitäten entfaltet und naturnahe Erfahrungen gemacht werden können. Im Rahmen des Projektes ist weiterhin die Errichtung eines Bienenstandes mit einem Schau- bienenkasten für Schulungszwecke vorgesehen. Dieser soll von Imkern des Imkervereins Schwerte betreut werden. Zusätzlich werden Info-Tafeln zum Thema „Wildbienen“ und Nisthilfen für Solitärbienen und -wespen errichtet. Nistkästen für Vögel und Nistmöglichkeiten für andere Insekten sollen ebenfalls angebracht werden. Umlaufend um das Grundstück und um den Teich herum soll zum Schutz der Kinder ein Zaun errichtet werden. Zudem soll dadurch freilaufenden Hunden der Zutritt zum Grundstück und zum Teich möglichst verwehrt werden. Und ähnlich wie oben gezeigt soll unsere "Visitenkarte" am Eingang aussehen.

Was möchten wir erreichen?
Der Garten ist als Pilotprojekt konzipiert. Wir hoffen mit diesem Projekt langfristig das Umweltbewusstsein der Kindergarten- und Schulkinder sowie ihrer Eltern verbessern zu können. Durch die Anlage der Wildblumenwiesen wird ein kleines Trittsteinbiotop geschaffen, in dem die vom Aussterben bedrohten Wildbienen und Insekten zwischen der Stadt und den angrenzenden landwirtschaftlichen Nutzflächen noch einen Rückzugsort finden, der geeigneten Lebensraum mit passenden Nistmöglichkeiten und einem notwendigen, vielfältigen Nahrungsangebot bietet.

Und wer will das alles machen?
Die Pflanz- und Pflegearbeiten sowie die Errichtung des Zaunes, die Herstellung des Bienenstandes und der Ständer für die Infotafeln werden im Rahmen der AGON-Aktivitäten von unseren ehrenamtlichen Mitgliedern und unter Mitwirkung von anderen Freiwilligen und Naturbegeisterten ausgeführt. Im Wesentlichen werden nur Materialkosten anfallen (Holz, Beschläge, Sand, Kies, Schotter, Zaun, wetterfeste Infotafeln, Mauersteine die Anlage der Hochbeete, Pflanzensamen, Stauden) sowie Aufwendungen für den Aushub und die Abdichtung des Teiches an (Bagger, Teichfolie u. Schutzvlies).

Wann soll es losgehen?
Termine:
21.05.2019 und dann jeden 2. Dienstag um 18.00 Uhr
Treffpunkt: Schröders Gasse in Villigst vor Ort.
Weitere Infos unter: AGON-Schwerte.de

Wer hilft und bezahlt denn das?
Neben der AGON gibt es mehrere Förderer und Unterstützer des Projektes:
- Dr. Gustav Bauckloh Stiftung, Dortmund
- NABU-Kreisverband Unna
- Naturfördergesellschaft des Kreises Unna
- Stadt Schwerte
- Stadtsparkasse Schwerte
- Volksbank Schwerte
- Stadtwerke Schwerte
- Stadtentwässerung Schwerte
- Imkerverein Schwerte
- „Schwerte pflanzt. Verändere deine Stadt“
- Kinder u. Eltern des Kindergartens
- Schüler u. Eltern der angrenzenden Schule
- GWG-Schwerte
Weitere aktive Unterstützer und Förderer sind gerne willkommen!


Detailplanung

„Schwerte summt“ ist ein Projekt der AGON-Schwerte (Arbeitsgemeinschaft Ornithologie und Naturschutz). Auf einer Brachfläche in Schwerte soll ein naturnaher Garten für Bienen, Insekten, Vögel und andere Kleinlebewesen angelegt werden. Projektdetails werden im Folgenden erläutert und vorgestellt. Das Projekt kann von den ehrenamtlich tätigen Mitgliedern der AGON nur realisiert werden, wenn über Fördermittel die notwendigen Materialbeschaffungskosten finanziell abgedeckt werden. Die vorliegende Projektbeschreibung dient somit als Antragsgrundlage für die Bewilligung von Fördergeldern bzw. zur Information von potentiellen Spendern.

Lage des Grundstücks
Die o.g. Brachfläche liegt im Ortsteil Schwerte-Villigst an der Kreuzung Elsetalstraße / Schulstraße / Schröders Gasse (siehe Lageplan). Das Areal befindet sich am Ortsrand und ist eingebettet zwischen einem Sportplatz im Osten, Tennisplätzen im Westen und einem Regenrückhaltebecken im Süden. Im Norden bildet der Bürgersteig der Elsetalstraße die Grundstücksgrenze. Nördlich des Grundstücks liegen die Schule und ein Kindergarten in unmittelbarer Nähe zum Projektort. Auch die Arbeits- und Werkstatträume der AGON-Schwerte befinden sich im Keller eines der Schulgebäude.

Lageplan

Projektgröße
Die Fläche umfasst ca. 1500 m². Die Böschungen zum RRB und die Ränder des Grundstückplateaus sind bereits mit Büschen und Bäumen bewachsen. Dieser Bestand muss erhalten bleiben.

Konzept der Gartengestaltung
Die AGON-Schwerte (Arbeitsgemeinschaft Ornithologie und Naturschutz) beabsichtigt, auf einer Brachfläche in Schwerte-Villigst einen naturnahen Garten für Bienen, Insekten, Vögel und andere Kleinlebewesen anzulegen. Grundsätzlich ist vorgesehenen, die Schüler der in unmittelbarer Nähe gelegenen Schule und die Kinder des angrenzenden Kindergartens mit am Projekt zu beteiligen, soweit das von der jeweiligen Leitung gewünscht und unterstützt wird. Auf dem Gelände soll ein für Bienen und Insekten freundlicher Naturgarten entstehen. Weite Teile des Gartens sollen mit verschiedenen Blühstreifenmischungen sowie mit diversen Stauden und Kräutern bepflanzt werden, um durch eine bunte Pflanzenvielfalt den Bienen, Hummeln, Wildbienen und anderen Insekten sowie an einem Teich auch den Libellen und Amphibien ausreichend Lebensraum, Nistmöglichkeit und Nahrungsangebot zu schaffen. Für die Kinder sollen Pflanzflächen und Hochbeete angelegt werden, damit eigene gärtnerische Aktivitäten entfaltet und naturnahe Erfahrungen gemacht werden können. Im Rahmen des Projektes ist weiterhin die Errichtung eines Bienenstandes mit

Zusätzlich werden Info-Tafeln zum Thema „Wildbienen“ und Nisthilfen für Solitärbienen errichtet. Nistkästen für Vögel und Nistmöglichkeiten für andere Insekten sollen ebenfalls angebracht werden. Zur Straße und entlang der Böschungen im Osten und Süden sowie um den Teich herum soll zum Schutz der Kinder ein Zaun errichtet werden. Zudem kann dadurch auch freilaufenden Hunden der Zutritt zum Grundstück verwehrt werden.

Der Bienenstand und der Schaubienenkasten
Im Rahmen des Projektes ist weiterhin die Errichtung eines Bienenstandes mit einem Schaubienenkasten für Schulungszwecke vorgesehen. Dieser soll von Imkern des Imkervereins Schwerte betreut werden.Der einfache Bienenstand soll auf Betonblocksteinen gegründet werden. Über den Betonsteinen werden Holzbalken 0,12 m x 0,06 m x 5,0 m aufgelegt, auf diesem Unterbau können dann die Bienenkästen aufgestellt werden. Darüber wird ein einfaches Holzgerüst errichtet, das mit einem Dach versehen wird. Das Gerüst wird mittels einbetonierter Pfostenhalter im Erdreich gegründet. Auf diesem Bienenstand können von den Schwerter Imkern bis zu 6 Bienenkästen platziert und bewirtschaftet werden. Auf den in der Fläche angelegten Wildblumenwiesen und Blühstreifen sowie im weiteren Umfeld des Geländes finden sich genügend Bienen-Trachtpflanzen, die eine gute Honigausbeute erwarten lassen. Die genauen Abmessungen und Höhen des Bienenstandes müssen noch im Detail mit den Imkern abgestimmt werden. Ein Schaubienenkasten wurde von einem Lehrer und Imker in Österreich entwickelt und betrieben. Baupläne zum Nachbau liegen uns vor.

Bienenstand,                                           Schaubienenkasten                    und Nisthilfe für Wildbienen

Die Nisthilfen für Wildbienen
Zur Unterstützung der Wildbienenpopulation sowie zu Anschauungszwecken soll ein Stand mit verschiedenen Nisthilfen für die röhrenbewohnenden Wildbienen errichtet werden. Hierbei werden Pappröhrchen, Schilfrohr, Bambus, Hartholz und andere Materialien, die sich für die Herstellung von Nisthilfen bewährt haben, zum Einsatz kommen. Neben diesen Standard-Nisthilfen für Wildbienen, die in Papp-, Holz,- oder Schilfröhren nisten, sollen auch für die im Boden nistenden Wildbienenarten geeignete Flächen geschaffen werden. Hierzu sollen trockene, sandige Bodenbereiche angelegt werden, außerdem sollen Haufen aus Sand, aus Kiessandgemischen und aus sandigem Lehm aufgeschüttet werden, in denen diese bodenbewohnenden Bienenarten bevorzugt ihre Nistplätze anlegen. Hierfür werden entsprechende Baumaterialien in kleiner Menge benötigt.

Infotafel

Die Infotafeln
Über das Projekt und über das Leben der Bienen und Wildbienen und Solitärwespen, im Besonderen über deren unverzichtbare Bedeutung für die Bestäubung der Pflanzen, soll auf witterungsfesten Schautafeln informiert werden.

Der Teich mit konzipierter Abdichtung
Der Baugrund auf dem Gelände besteht aus einem lehmigen, schwach kiesigen Sandgemisch, das eine relativ hohe Durchlässigkeit aufweist. Aus diesem Grund sind für die Herstellung des Teiches (ca. 5 m x 5 m, 0,60 m tief) zusätzliche Maßnahmen zur Abdichtung der Teichsohle erforderlich. Es ist vorgesehen, diese Abdichtung aus mehreren Komponenten zu erstellen, wobei sich jeweils die Dichtungs- und Schutzkomponenten ergänzen.

Teich und Pumpe (unmaßstäblich)

Die Pumpe
Zur Förderung von Wasser aus dem Teich wurde die Errichtung einer Schwengel-Handpumpe eingeplant. Hiermit kann Wasser gefördert werden und mittels Gießkanne können die Anpflanzungen auf den Hochbeeten und in den Beeten bei Bedarf gegossen werden. Die Planung sieht vor, eine „Blaue Tonne“ mit ca. 120 l Fassungsvermögen im Boden einzubauen und darüber die Pumpe auf einer Betonplatte zu installieren. Diese Tonne wird über ein Zulaufrohr mit dem Teich verbunden, so dass immer ausreichend Förderwassermenge nachlaufen kann. Das Zulaufrohr liegt im Kiesfilter und wird zusätzlich mit einem Filterrohr und Filtervlies ummantelt, wodurch Schweb- und Feinteile aus dem Wasser wirksam zurückgehalten werden.

Die Hochbeete
Die Hochbeete (ca. 3,0 m x 1,5 m) sollen aus Betonhohlblocksteinen errichtet werden. Die obere Abdeckung der Umrandung erfolgt mit gehobelten Lärchenholzbrettern, die aufgeschraubt werden. Dadurch wird auch ein zusätzlicher Verbund der Steine erzeugt. Planerisch ist zunächst eine Höhe von 3 Steinen übereinander vorgesehen (ca. 60 cm, Variationen in der Höhe sind bei diesem System aber jederzeit möglich). Die Auffüllung der Hochbeete erfolgt mit Kompost und Boden, aus den anzulegenden Komposthaufen.

Hochbeet und Zaun

Der Zaun
Zur Straße hin soll das Grundstück auf einer Länge von ca. 65 m mit einem ca. 0,90 m hohen Staketenzaun abgegrenzt werden (Skizze, siehe nächste Seite). Die Zaunpfosten sollen mit einbetonierten Pfostenhaltern gegründet werden. Die Zaunfeldelemente werden mit Winkeln an die Pfosten geschraubt. Der Zaun wird mit einem Zufahrtstor und einer kleinen Pforte versehen. Diese bieten für Besucher Zutritt sowie Zufahrtsmöglichkeit zum Grundstück. Der unkontrollierte Zulauf von freilaufenden Hunden wird aber wirksam verhindert.

Eigenleistungen / Zeitrahmen
Die Herstellung der Infostände, das Errichten des Zaunes, der Aufbau des Bienenstandes sowie der Bau der Nisthilfen und Nistkästen für Vögel erfolgt in Eigenarbeit durch die tätige Mithilfe der AGON-Mitglieder, der Imker und weiterer ehrenamtlicher Unterstützer. Auch die Mahd der Flächen im Herbst bzw. anteilig im Frühjahr wird von den ehrenamtlichen Unterstützern geleistet. Die notwendigen Werkzeuge für die Holzarbeiten und die Gartenarbeit wie z.B. Kreissäge, Akku-Schrauber, Bohrmaschinen, Rasenmäher, Freischneider etc. stehen in der Werkstatt der AGON zur Verfügung. Mit ca. 5 Mann, die regelmäßig an einem Tag jede Woche am Projekt ca. 3 Std. in der Werkstatt oder vor Ort mitarbeiten, können übers Jahr verteilt in 50 Wochen (5 Pers. x 3 Std. x 50 Wochen) ca. 750 Std. pro Jahr für das Projekt eingesetzt werden. Innerhalb von 1 bis 1,5 Jahren sollte es so möglich sein, die wesentlichen Arbeiten zur Realisierung des Projektes umgesetzt zu haben.

T.Kruse, 05.05.2019