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Wasservögel – Bestandserfassung

Warum wird gezählt?

Stockerpel (Foto AGON/Ackermann)Der Lebensraum der Wasservögel ist gegenüber früher immer mehr eingeengt worden. Bereits in den 30er Jahren wurden aus rein ökonomischen Erwägungen Feuchtgebiete trockengelegt. Im größeren Maßstab wurden dann diese negativen Veränderungen direkt nach dem Krieg und in den 60er Jahren verstärkt fortgesetzt. Die Trockenlegung von Feuchtgebieten und die Beeinträchtigung von Fließgewässer-Ökosystemen durch Begradigung hatten schwerwiegende Auswirkungen auf alle an Gewässer gebundene Tier und Pflanzenarten. Erschwerend hinzu kamen noch die Belastungen und Gewässerverschmutzungen durch anorganische Nährsalze aus der Landwirtschaft, Kläranlagen und Schwermetalleinträgen.

Um diese Auswirkungen auf den Bestand der Wasservögel feststellen zu können, wurde es erforderlich, ein Zählernetz aufzubauen. Bereits in den Jahren 1948 bis 1955 fanden in der BR Deutschland koordinierte Schwimmvogelerfassungen statt. In den 50er und 60er Jahren wurde versucht, die Bestandserfassung europaweit auszudehnen. Inzwischen werden diese Zählungen auch in den Überwinterungsquartieren Nordafrikas und Kleinasiens durchgeführt. Nach langer Vorarbeit konnten in der BR Deutschland dann, beginnend im Winterhalbjahr 1966/67, jeweils einmal in der Monatsmitte von September bis April, an ca. 900 Zählstellen die Wasservögel erfaßt werden. Die Daten werden bei 16 Regionalkoordinatoren gesammelt und an die nationale Koordinationsstelle (Dachverband Deutscher Avifaunisten) weitergeleitet. Zusätzlich werden die Mittwinterzahlen (Januar) auch dem internationalen Koordinator zur Verfügung gestellt. Die Zählergebnisse dienen auch der Klassifizierung der jeweiligen Gebiete, um eventuelle Schutzmaßnahmen von Feuchtgebieten zu erreichen. Da die erforderlichen Schutzmaßnahmen nur in internationaler Zusammenarbeit durchgeführt werden können, wurden in den 70er Jahren folgende internationale Abkommen geschlossen:

  1. Konvention über die Biologische Vielfalt (Rio de Janeiro).
  2. Ramsar-Konvention zum Schutz von Wasservögeln in Feuchtgebieten internationaler Bedeutung.
  3. Bonner Konvention: Übereinkommen zur Erhaltung der wandernden wildlebenden Tierarten.
  4. Afrikanisch-Eurasisches Wasservogelabkommen.
  5. EU-Vogelschutzrichtlinien.
  6. Helsinki-Konvention zum Schutz der Meeresumwelt der Ostsee.
  7. Beschlüsse der Internationalen Nordseekonferenz.
  8. Abkommen zum Schutz des Wattenmeeres.

Das von der AGON betreute Zählgebiet umfaßt folgende Teilabschnitte:

  •  11 km Ruhrlauf aufwärts von Schwerte-Westhofen Koordinaten: Westhofen 339 6600 E 569 8700 N Schoof 340 7100 E 570 4300 N
  •  Geisecke-See und Teiche

Reinald Badalewski

Hier erfahren Sie mehr:

  Ergebnisse finden Sie unter "Aktuelle Beobachtungen"

Wintergäste stellen sich vor

 

So wird gezählt:

Im Winterhalbjahr zählen wir die Wasservögel, aber auch andere Vögel nach Art und Anzahl getrennt auf und an der Ruhr, dem Geiseckesee, dem Grüntalteich und dem Gehrenbachstausee. Die Länge der Ruhr haben wir dazu in einzelne Abschnitte aufgeteilt. Wir bieten Ihnen an, mitzumachen. Das ist für Anfänger und Fortgeschrittene eine gute Gelegenheit zum Kennenlernen der Vogelarten. Treffpunkte nach Absprache.

Koordinator:Wolfgang Pitzer Tel.: (02304)13497
mit folgenden Damen und Herren: Heinz Bloch, Hans -Günter Bullenda, Irmgard Devrient, Hans Göbel, Peter Johann, Gerhard Kochs, Siegfried Kolbe, Wolfgang Pitzer, Gerhard Sauer.

Beginn jeweils 9.00 Uhr.

Zähltermine 2017/1

  • 15.01.2017
  • 12.02.2017
  • 12.03.2017
  • 16.04.2017

Zähltermine 2017/2

  • 08./09.07.2017 Gänsezählung
  • 17.09.2017
  • 15.10.2017
  • 12.11.2017
  • 17.12.2017

Zähltermine 2018/1

  • 14.01.2018
  • 18.02.2018
  • 18.03.2018
  • 15.04.2018

Literatur: Dokumentation der Schwimmvogelzählung in der BRD Dachverband Deutscher Avifaunisten