Wir backen Vogelfutter-Knödel zurück  

Beobachtete Vogelarten an AGON-Futterknödeln und Streufutter

Amsel, Kohlmeise, Blaumeise, Haubenmeise, Schwanzmeise (streifen- und weißköpfig), Tannenmeise, Sumpfmeise, Erlenzeisig, Stieglitz, Buchfink, Grünfink, Bergfink, Kernbeißer, Dompfaff, Kleiber, Gartenbaumläufer, Wintergoldhähnchen, Rotkehlchen, Heckenbraunelle,Feldsperling, Haussperling, Star, Eichelhäher, Rabenkrähe, Buntspecht.


Zusammengestellt: S. Kolbe, G. Sauer, H. Bloch, H. Künemund, W. + M. Träger, W. Pitzer - Jan. 2009
Bild: Schwanzmeisen - Foto AGON/H. Bloch

Schwanzmeisen - Foto AGON/H. Bloch

Winterzeit –Knödelzeit

Genau wie der Mensch suchen auch die Vögel das Fett als Wärme- und Energiespender. Allerdings ist es zu dieser Zeit in der Natur nur sehr spärlich vorhanden. Daher werden Knödel, wo immer sie hängen mögen, schnell entdeckt und zerpickt.

Die AGON stellt sie seit über 20 Jahren her, daneben werden auch Blumentöpfe, Tannenzapfen und Riesenbärenklaustängel gefüllt. Viele Vorarbeiten sind dafür notwendig. Das ganze Jahr über werden Kartoffel-, Möhren- und Zwiebelsäcke gesammelt, die dann ab August in Vierecke ca. 30x30 cm geschnitten werden. Für die Töpfe werden Haselreiser zerteilt, oben eingeschlitzt, mit Pappe versehen, mit Draht durch das Loch im Topf gezogen und mit einem Reiserstück festgeknebelt. Die Riesenbärenklaustängel müssen, nachdem sie gut trocken sind, in Stücke geschnitten und von Markresten befreit werden. Sind diese Arbeiten vom Werkstatt-Team abgeschlossen, kommt der Einsatz der ganzen Gruppe.

Foto: AGON/Neuhaus

Man stellt sich nebeneinander um einen übergroßen, viereckigen Tisch. In einem ehemaligen Einkochkessel und in großen Töpfen wird die Futtermischung mit heißem Rinder- und Schweinefett vermischt. Auf jeden Flicken kommt eine Handvoll, jeder nimmt sich einen von den in der Tischmitte liegenden Drähten, fasst den Flicken zusammen, steckt den Draht durch die Mitte, dreht ihn dann zusammen und formt den Knödel mit der Hand. Zum Schluss wird noch der überstehende Flickenrest abgeschnitten, und der Knödel muss trocknen und aushärten.

Die Blumentöpfe werden mit Fett ausgestrichen, gefüllt und müssen dann ebenfalls aushärten. Reine Handarbeit ist das Füllen von Tannenzapfen und Bärenklauröhren, aber da sie genau so gut angenommen werden wie die Knödel, gehören sie auch zum festen Programm. Der Erlös aus dem Verkauf fließt voll in den Naturschutz, u.a. für den Ankauf von Freiflächen. Übrigens - sollte jemand Interesse und Lust haben, selbst zum „Knödel-Bäcker“ zu werden, sind wir gern bereit, ihn noch mit einigen Tipps zu versorgen. Wir würden uns freuen!

Renate Neuhaus, im November 2007