Wasservögel - Wintergäste zurück  

Wintergäste auf der Ruhr

Mit der Kälte, die in den nordischen Ländern schon früher einsetzt als bei uns, besuchen uns eine ganze Reihe von Vogelarten, die wir sonst hier nicht oder nur ausnahmsweise zu sehen bekommen. Welche Arten das sind und wann sie beobachtet wurden, finden Sie immer aktuell auf der Seite Vögel unter "gesehen, gehört". Auf dieser Seite möchten wir Ihnen einige auffällige und im Winter leicht zu beobachtende Arten vorstellen.

Stockerpel (Foto AGON/Ackermann) Die Stockente ist zwar während des ganzen Jahres zu sehen, da sie bei uns brütet, sie erreicht ihren höchsten Bestand aber meist erst im Dezember. Die Erpel sind leicht an ihren grün schillernden Köpfen zu erkennen. Die Weibchen sind dagegen schlicht braun gefleckt, tragen aber wie die Männchen einen blauen Flügelspiegel.
Krickenten (Foto AGON/Ackermann) Die Krickente hat ihre höchsten Bestände bei uns von Oktober bis Februar. Im Sommer fehlt sie im Schwerter Ruhrtal. Sie ist die kleinste europäische Ente, der Größenunterschied zur Stockente ist auffällig. Der Kopf des Erpels ist kastanienbraun mit einem gebogenen grünen Fleck vom Augenbereich bis zum Hals. Hinten fällt ein dreieckiger gelber Fleck auf. Der Flügelspiegel ist hier grün. Das Weibchen ist so nett, ihn hier richtig vorzuzeigen.
Die Reiherente hat ihren Namen von dem Federbüschel, das wie beim Reiher vom Hinterkopf herabhängt. Die kontrastreich gefärbten Erpel fallen schon von weitem auf. Die Weibchen sind dagegen dunkel graubraun ohne die weißen Seiten. Seit den sechziger Jahren ist die Reiherente Brutvogel bei uns. Ab August kommen aber viele nicht bei uns brütende Exemplare dazu. Im Gegensatz zu den oben genannten beiden Gründelenten taucht sie bei der Nahrungsaufnahme zum Gewässergrund.
Die Tafelente gehört ebenfalls zu den Tauchenten. Sie brütet (noch) nicht bei uns und hat ihre höchsten Winterbestände von November bis Februar. Der Kopf ist kastanienbraun, der Rücken hellgrau und die Brust schwarz. Die Weibchen sind unscheinbar graubraun gefärbt und etwas heller als Reiherentenweibchen. Tafelerpel (Foto AGON/Ackermann)
Der Haubentaucher gehört nicht zu den Enten sondern zu den Lappentauchern. Das heißt, die Zehen sind nicht durch Schwimmhäute miteinander verbunden; jeder Zeh hat eigene Zehenlappen. Haubentaucher erbeuten tauchend kleine Fische. Sie meiden den festen Boden, stellen sich auch nicht wie Enten aufs Eis. Obwohl uns viele Haubentaucher im Winter verlassen, gehören sie doch zu den besonders auffälligen Wasservögeln. Der Federschopf ist im Winter nur andeutungsweise zu erkennen. Haubentaucher (Foto AGON/Ackermann)
Der Zwergtaucher ist der kleine Verwandte des Haubentauchers. Wie dieser brütet auch der Zwergtaucher in geringer Zahl bei uns. Dieser kleine rundliche Taucher ist mit anderen Wasservögeln nicht zu verwechseln. Im Gegensatz zum Haubentaucher überwintert er bei uns mit einem Maximum von Oktober bis Februar. Zwergtaucher (Foto AGON/Ackermann)
Gänsesäger (Foto AGON/Ackermann) Gänsesäger sind typische Wintergäste bei uns. Sie kommen, wenn in ihren Heimatgebieten die Gewässer zufrieren. Ebenso schnell können sie uns wieder verlassen, sobald offenes Tauwetter eintritt. Die Männchen sind auffällig schwarzweiß gefärbt, die Weibchen haben einen braunen Kopf und grauen Rücken.