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19.04.2021 Ergste: Beobachtung am Gartenteich
Von U.&D.Ackermann: Molche im Teich kannten wir natürlich aus den Vorjahren. Doch jetzt waren plötzlich vier Molche im Teich zu beobachten. Drei Männchen bemühten sich sichtbar um ein Weibchen mit aufgeblähtem Bauch - also offenbar bereit, Eier zu legen. Ein Männchen gab seiner Erwählten sogar ein "Küsschen" in allen Ehren... Allerdings fühlte sich sein Nebenbuhler dabei irgendwie unterdrückt. Oben auf der Wasseroberfläche sausten wieder die zu den Wanzen gehörenden Wasserläufer hin und her, immer bereit, Beute zu machen, meist ins Wasser gefallene Insekten.

Bergmolche: Drei Männchen werben um das Weibchen, Wasserläufer. Fotos AGON/Ackermann, 20.04.2021

26.03.2021 Schwerte Ost: Krötenzug am Gehrenbachsee
Von J.Oset. Ich habe soeben mit meiner Nichte ca. 200 Kröten am Gehrenbach-Stausee von der Straße aufgelesen. Leider sind auch einige im Gully gelandet. Wir werden diese morgen befreien
.

Erdkröten-Rettung am Gehrenbachsee. Fotos J.Oset, 26.03.2021

15.03.2021 Ergste: Die Grasfrösche laichen
Von D.Ackermann. Im Wannebach kommt durch den vielen Regen wieder eine Menge Wasser herunter, ebenso über den namenlosen Bach von den Hiddemannschen Teichen. Der Wasserstand im Wannebachteich ist also recht hoch. Zum Glück halten aber die Dämme am Auslauf und an den Flachwasserzonen, obwohl an allen Stellen Wasser abläuft. Es war also sehr angebracht, den Wasserzulauf zu reduzieren. Geschätzte acht Paare Grasfrösche werkelten munter zwischen Laichballen im eiskalten Wasser und ließen sich nur selten an der Oberfläche sehen. Beim Rückweg fiel ein Streifen mit vielen Pflanzen des Wald- oder Geschlängelten Schaumkrautes hinter dem Zaun der Langerschen Wiese am Semberg auf. Dort blühten auch Gänseblümchen, manche schon recht mitgenommen vom Regen. Das Milzkraut am Teich lässt aber noch auf sich warten.

Grasfrösche beim Laichgeschäft - Wannebach, Geschlängeltes Schaumkraut, Gänseblümchen.
Fotos AGON/Ackermann, 15.03.2021

16.08.2020 Bürenbruch, Ergste: Große Heidelibelle
U.&D.Ackermann: Beim Weg von Bürenbruch zum Elsebachtal bemerkten wir eine noch sehr junge Erdkröte gerade noch früh genug um ncht darauf zu treten. In der Nähe kannten wir keinen Teich oder Tümpel. So muss der Winzling mit seinen Eineinhalb Zentmeter Größe schon weit unterwegs gewesen sein. Übrigens war der Elsebach bis auf wassergefüllte Kolke trocken.
Zu Hause am Gartenteich hatten sich erstmals in diesem Jahr Große Heidelibellen eingefunden. Ein Paarungs-Tandem tupfte immer wieder Eier ins Wasser und ein einzelnes Männchen versuchte mehrfach die Libellendame für sich zu gewinnen, was ihm aber nicht gelang. Unser Wasserfrosch lag schon gespannt auf der Lauer. Einmal versuchte er mit einem Sprung zuzuschnappen - aber vergebens. Die drei Libellen waren noch eine Weile da, dann verschwanden sie.

Junge Erdkröte, Wasserfosch und Große Heidelibelle. Fotos AGON/Ackermann, 16.08.2020

28.03.2020 Ergste: Schwarzspecht und Grasfrosch im Wannebachtal
U.&D.Ackermann: Auf dem Weg durchs Wannebachtal flog ein Schwarzspecht rufend in Richtung Silbersiepen. Im Wannebachteich haben sich die Graschfroschquappen nicht gut entwickelt. Der Laich wurde schon am 04.03. und danach abgelegt. Vielleicht war das Wasser zu kalt, so dass die Entwicklung nur schleppend voran ging. Jedenfalls ist die Mehrzahl offenbar schon in der Eihülle verpilzt und tot. Nur ein kleinerer Teil lebt in der Nähe der Laichballen. Im Wannebachtal blühen zurzeit Huflattich, Buschwindröschen, Scharbocks- und Milzkraut.

Grasfroschquappen und Milzkraut. Fotos AGON/Ackermann, 28.03.2020

09.03.2020 Ergste: Grasfrösch-Laichsaison ist eröffnet
T.Kruse: Heute, nachmittags gegen 16.30 Uhr,  Impressionen von Grasfröschen beim Laichgeschäft.

Grasfrösche beim Laichgeschäft. Fotos T.Kruse, 09.03.2020
Zaunaufbau. Foto AGON/Richter, 07.03.2020

07.03.2020 Ergste: Die Kröten können kommen, der Zaun ist fertig.
D.Ackermann: heute, am 07.03. wurde der "Empfangszaun" für die wandernden Kröten auf rund 330 m Länge entlang der Letmather Straße (B236) gegenüber der Gastwirtschaft Hiddemann aufgestellt. Aktiv dabei waren  Brigitte und Susanne Schweppe mit zwei Helfern und von der AGON Schwerte Ruth Richter, Karl Habedank, Siegfried Kolbe, Michael Krökel, Hans-Dieter Delisch und Dieter Ackermann. Nach gut drei Stunden konnte endlich das Werkzeug weggestellt und das Werk vollendet werden.
Erdkröten und Grasfrösche haben als angeborenes Verhalten von ihren Eltern mitbekommen, dass sie immer wieder zu dem Laichtümpel zurückkehren müssen, um ihre Eier abzulegen, in dem sie selbst geboren worden sind. Das Erstaunliche dabei ist, dass sie selbst bei völliger Dunkelheit, manchmal über viele hundert Meter dorthin genau zurück finden. Sie müssen also wie auch Zugvögel über einen Navigationssinn verfügen, auf den sie sich verlassen können.
In diesem Fall ist es leider so, dass zwischen dem Landlebensraum Wannebachtal und den Teichen, in die sie zurück wollen, die stark befahrene Letmather Straße als Todesfalle verläuft. Das Überqueren der Fahrbahn ist für die kleinen Tiere wie Russisches Roulette. Dabei gibt es doch den Wannebachteich östlich der B236unten im Wannebachtal, der aber nur von einem Teil der Krötenpopulation angelaufen wird, nämlich von denen, die bereits dort geboren sind.
Nach der Erfahrung laufen die Kröten los, wenn es dunkel ist, es regnet und wenn die Temperatur +7°C erreicht. Dann müssen die Tiere morgens und abends entlang des Zauns und in den dort eingegrabenen Eimern abgesammelt und hinunter zum Wannebachteich gebracht werden - wohlgemerkt, weglos über fast einen halben Kilometer und abends in völliger Dunkelheit. Die AGON bedankt sich im Namen der Erdkröten herzlich bei allen Helfern, die durch ihre ehrenamtliche Arbeit ein schreckliches Gemetzel verhindern.

29.04.2019 Ergste: Bergmolch
U.&D.Ackermann: Das war eine nette Unterbrechung bei der Gartenarbeit, als uns ein Bergmolch besuchte. Bis jetzt hatten wir die Molche nur im Teich beobachtet. Nun scheinen sie sich auf das Landleben vorzubereiten. Nachdem der Molch uns Modell gestanden hatte, kam er ans Teichufer zurück. Anstatt aber ins Wasser zu gehen, zog er es vor zwischen den Steinen zu verschwinden.

Bergmolch auf Totholz und zwischen Steinen am Teichufer. Foto AGON/Ackermann, 29.04.2019
Ringelnatter, Foto Th.Sauer, 29.08.2018
Grasfosch-Kaulquappen. Foto AGON/Ackermann, 30.03.2018

29.08.2018 Schwerte: Ringelnatter
Th.Sauer: Ich habe gestern am Mühlenstrang in Schwerte eine junge Ringelnatter gefunden. Sie war ca 20cm lang. Sie schlich sich über die Terrasse zurück in die Vegetation. Für mich ist das die erste Ringelnatter die ich in Schwerte gesichtet habe

30.03.2018 Ergste: Erste Grasfrosch Kaulquappen
D.Ackermann: Trotz des kalten Wassers und der Nachttemperaturen um den Gefrierpunkt haben sich an einer besonders flachen Stelle erste Kaulquappen aus dem Ei befreit. Die Mehrzahl liegt aber noch bewegungslos inmitten der Laichballen. Interessant, dass trotz der Regentage offenbar noch immer keine Erdkröten zum Ablaichen gekommen sind. Anscheinend ist es doch noch zu kalt.

25.03.2018 Ergste: Grasfrösche
D.Ackermann: Am Vormittag war erfreulicherweise festzustellen, dass rund 5 Quadratmeter der Wannebach-Teichfläche mit Laichballen des Grasfrosches belegt waren. Ein gutes Ergebnis. Von Erdkröten aber noch keine Spur. Einige wenige Frösche waren noch mit der Arterhaltung beschäftigt. Im Wannebachtal blühen an sonnigen Stellen der Huflattich und Wechselblättriges Milzkraut.

Grasfrösche beim Laichgeschäft. Fotos AGON/Ackermann, 25.03.2018

19.03.12 Holzen: Erdkröten - eine fast unglaubliche Geschichte
U.&D.Ackermann: Gestern Mittag kurz hintereinander zwei Anrufe. Unabhängig voneinander hatten ein Anwohner und eine Anwohnerin beim Ausführen ihrer Hunde am Holzener Weg an der Einmündung eines Feldweges einen verknäuelten Haufen lebender Erdkröten entdeckt. Der Melder hatte von fern noch einen blauen PKW gesehen, der in der Feldwegeinfahrt stand und dann wieder losfuhr. Das Kennzeichen war leider nicht zu erkennen. Vermutlich hatte jemand in seinem Gartenteich Frühjahrsputz gemacht und das "Ungeziefer" mit einem Käscher herausgefischt, im Eimer weggebracht und am Feldrand ausgekippt.
Heinz Bloch von der AGON wohnte am nächsten daran und fuhr sofort los. Er berichtet: Die Kröten waren alle zusammen geblieben, vielleicht als Reflex auf die plötzlich trockene Umgebung. Als ich das sah, habe ich an der Menschheit gezweifelt. Wie kann man so etwas nur machen. Habe die ca. 80 Kröten und einige Molche in einem nahe gelegenen Teich eingesetzt.

Ergste: "Massenmord" am Wannebachteich
Grasfroschmassaker, Foto AGON/Kruse, 02.03.08T. Kruse: Heute Mittag, 2. März 2008, war ich am Wannebachteich um Aufnahmen von den Kröten und Fröschen zu machen. Leider gibt es nichts Gutes zu berichten. Viele Frösche und Kröten sind tot. Einige liegen direkt vorn am Ufer auf einem Haufen, andere finden sich verstreut am Ufer und im Unterholz zwischen Bach und Teich. Nach den Verletzungen zu urteilen, war das wohl ein Hund oder Marder/Iltis mit großem Reißzahn, der die zerbissen hat. An menschliches Zutun will ich nicht glauben, da die Kadaver weit verstreut zu finden sind. Trotzdem ist die Anhäufung direkt am Seerand schon recht merkwürdig. Als ich ankam, flog ein Reiher auf, der hat sich sicher auch bedient, er verschluckt die Frösche i.d.R. aber ganz und legt auch keinen Vorrat an.
Anmerkung: Das ist leider jetzt das zweitemal, dass an dieser Stelle so etwas passiert ist. Es ist das typische Schadensbild, wenn ein Iltis zugeschlagen hat. Marderartige haben - so die Verhaltensforschung - einen instinktgesteuerten Tötungstrieb, der vom Fresstrieb im Gegensatz zu anderen Beutegreifern entkoppelt ist. Das heißt, sie töten solange sich noch ein Beutetier bewegt - egal, ob sie es fressen können oder nicht. Das Verhalten ist auch von Mardern bekannt, die in Hühnerställe eingedrungen sind. Damals war das Massaker ein Einzelfall. Die Amphibienpopulation hat sich danach wieder erholt.

T. Kruse, D. Ackermann, 02.03.2008

Nachtrag: H. Grawe hat die toten Tiere gezählt und zugeordnet: Es waren nur Grasfrösche, die getötet wurden, zunächst rund 300 und danach noch einmal rund 150. Grasfroschlaich ist trotzdem im Teich vorhanden, wenn auch nur etwa ein Drittel der sonstigen Menge.

03.03.2008 Zuschrift an die OAG Kreis Unna: Tötung von Fröschen und Kröten (Matthias Baumgart)
Hallo in die Runde! Das erste Mal nach langjähriger Nutzung der tollen OAG-Seite muss ich Kritik äußern. Im Zusammenhang mit der nach Einschätzung der Beobachter durch einen Iltis verübten Tötung von Fröschen und Kröten - immerhin einem natürlichen Ereignis - von "Massenmord" und "Massaker" zu sprechen, finde ich sehr unglücklich. Meines Erachtens sollten die Überschriften und Textinhalte auf einer größtenteils von Naturliebhabern besuchten Seite bei allem Verständnis für den ersten Schrecken neutraler und weniger emotional formuliert sein. Solches Vokabular findet man eher auf Anti-Kormoran-Seiten. Ich würde es toll finden, wenn wir uns in diesem Forum durch sorgfältig gewählte Formulierungen und eine gepflegte Textkultur von solchen reißerischen Seiten abgrenzen würden. Nix für ungut und schönen Gruß aus Unna! Matthias Baumgart

Kommentar: Welch ein Glück, dass wir endlich jemanden kennen, der uns sagt, wie wir zu schreiben haben. Vielleicht wird er uns fortan mit seinem Können zu "sorgfältig gewählten Formulierungen" und zu einer uns leider fehlenden "gepflegten Textkultur" verhelfen. Also bitte, liebe OAG, nur von Baumgart sprachlich zensierte Meldungen aus Schwerte übernehmen! Er scheint übrigens in seinem Eifer nicht einmal gemerkt zu haben, dass hier eine reißerische Bildzeitungsüberschrift glossiert wurde. Dieter Ackermann

Kommentar: Schaue gerade auf unsere Seite. Und lese erschrocken den überflüssigen Meinungsaustausch über den Begriff „Massenmord“. Der bei mir so ankam, wie er in der Überschrift auch gemeint war. Polemik sollte gar keinen Zutritt zu unserer Seite haben. Da bekommt man ja Angst, seine Meldungen mit Sätzen zu versehen. Solche Leute sind auf Diskussionsforen besser aufgehoben. So etwas will doch keiner lesen. Unsere Seitenbesucher möchten Information und keinen Deutschunterricht. Hans Göbel