< zurück zur Startseite Exkursionen und Führungen  


Exkursionen 2017
Änderungen vorbehalten - Gäste willkommen - Teilnahme auf eigene Gefahr


18.02.und 19.02.17 Busfahrt zu den überwinternden Gänsen in Holland
Programm usw. sehen Sie
hier

Treffpunkte werden im Frühjahr festgelegt und eingetragen.

Di 16.05.17 18:30 Uhr Botanik draußen
Botanisch-naturkundliche Exkursion ins Elsebachtal
Treffpunkt:
Parkplatz Elsebad
Führung: Gerhard Kochs

Berichte über durchgeführte Botanik-Führungen finden Sie hier

Di 30.05.17 18:30 Uhr Botanik draußen
Botanisch-naturkundliche Exkursion, danach Beobachtung fliegender Waldschnepfen.
Treffpunkt: Wanderparkplatz Bürenbruch neben Whs. Linneweber
Führung: Gerhard Kochs

Di 13.06.17 18:30 Uhr Botanik draußen
Botanisch-naturkundliche Exkursion im Park von Haus Villigst
Treffpunkt:
Haus Villigst
Führung: Gerhard Kochs

Di 27.06.17 18:30 Uhr Botanik draußen
Botanisch-naturkundliche Exkursion durchs Hasselbachtal
Treffpunkt: Abzweig Hasselbachtal von der B236 südl. Schälk
Führung: Gerhard Kochs

Di 11.07.17 18:30 Uhr Neuntöter in Schwerte/Holzwickede
Wir wollen versuchen, in der abendlichen Begehung die Zahl der Neuntöterreviere auf dem Standortübungsplatz festzustellen.
Leitung: Siegfried Kolbe, Helmut Städtler
Ort: Opherdicke, Parkplatz an den Sportplätzen Unnaer Straße

Di 25.07.17 18:30 Uhr Wannebachtal Ergste
Leitung: Gerhard Kochs
Ort: Wanderparkplatz am Wannebach, Michaelisweg



Exkursionsberichte

Exkursion zu den Wildgänsen nach Holland/Friesland
am 18. und 19. Februar 2017

Am 18./19.Februar unternehmen 4 AGON-Mitglieder zusammen mit dem Nabu Bergkamen die in zweijährigem Rhythmus stattfindende Bus-Tour zu den Wildgänsen, die im holländischen Friesland überwintern. Kurz vor Lelystad beäugten uns auf einem Hochspannungsmast mit 8 Storchennestern die ersten Störche. Auf der Weiterfahrt sahen wir große Schwärme von Bless- , Grau- und Weißwangengänsen, die allerdings oft sehr unruhig schienen – ohne erkennbare Störungen. Wahrscheinlich bereiten sie sich aufgrund des milden Wetters auf ihre Abreise gen Norden vor. Am Beobachtungszentrum „ Oostvaardersplassen“ wurde eine längere Pause eingelegt. Aus dem Inneren des Gebäudes hat man einen herrlichen Blick auf die davorliegende Wasserfläche. An einer Insel entdeckten wir 10 Bekassinen, die nach Nahrung suchten. Die Weiterfahrt führte an Herden von Wildpferden und Heckrindern vorbei, auch der obligatorische Fuchs ließ sich blicken. Leider waren die Licht- und Sichtverhältnisse oft nicht optimal, so dass uns auch an der Küste so manches verborgen blieb. Erst am späten Nachmittag zeigte sich die Sonne, trotzdem blieb der Erfolg nur mäßig.

Der Sonntag begann mit Regen, der aber bald aufhörte und bis gegen 16.00 Uhr , als wir ohnehin abbrechen mussten, blauem Himmel Platz machte. „Unser Eulenbaum“ an der Ortsgrenze von Grou war leider nicht besetzt. Über den Abschlußdeich führte die Tour zum Kornwerderzand mit einem großen Trupp Löffelenten, Bergenten und allen 3 Sägerarten. Am Anleger nach Ameland entdeckten wir viele Brandenten, Rotschenkel, Säbelschnäbler und einen Regenbrachvogel, aber vermissten die sonst dort grasenden Ringelgänse.

Der letzte Halt war das Hafenbecken von Lauwersoog, wo wir an der Hafenkante Mengen von Steinwälzern (einer sogar beringt) und dazwischen Meerstrandläufern sahen. Die mit den Jahren eingeplante Kegelrobbe vergnügte sich nicht im Wasser, sondern sonnte sich auf der Mole, war aber völlig gesund, wie der herbeigerufene Seehundsrettungsdienst den besorgten Beobachtern mitteilte.
Mit 84 beobachteten Vogelarten konnten wir völlig zufrieden nach Hause fahren. Renate Neuhaus

Steinwälzer

Vogelartenliste:

Haubentaucher , Zwergtaucher, Rothalstaucher , Kormoran, Graureiher, Silberreiher, Weißstorch, Höckerschwan, Singschwan, Graugans, Kanadagans, Blässgans, Nonnengans, Ringelgans, Saatgans, Nilgans, Brandente, Pfeifente, Schnatterente, Krickente,Stockente, Spießente, Löffelente, Bergente,Tafelente, Reiherente, Schellente, Eiderente, Zwergsäger, Mittelsäger, Gänsesäger, Seeadler, Mäusebussard, Habicht, Rohrweihe, Kornweihe, Wanderfalke, Turmfalke, Fasan, Teichhuhn Blässhuhn, Austernfischer, Kiebitz, Goldregenpfeifer, Steinwälzer, Bekassine, Regenbrachvogel, Gr.BrachvogelRotschenkel Sanderling Säbelschnäbler MeerstrandläuferMantelmöwe Silbermöwe Heringsmöwe Sturmmöwe, Lachmöwe, Ringeltaube, Türkentaube, Buntspecht, Feldlerche, Gebirgsstelze, Bachstelze, Wiesenpieper, Wasserpieper, Zaunkönig, Heckenbraunelle, Rotkehlchen, Amsel, Schwanzmeise, Blaumeise, Kohlmeise, Rohrammer, Buchfink, Grünfink, Stieglitz, Haussperling, Feldsperling, Star, Eichelhäher, Elster, Dohle, Saatkrähe, Rabenkrähe.

 


Exkursion zu den Wildgänsen nach Holland/Friesland
am 16. und 17. Februar 2013

Am 16. Februar 2013 mussten 32 NABU-Mitglieder, davon 6 AGON-Kollegen und zwei Gäste, zeitig aufstehen. Mit dem Bus ging es auf die obligatorische Gänsetour zum IJsselmeer nach Holland. Leider machte Petrus uns am Samstag bis über den Mittag durch Nebel das Beobachten schwer, so auch an einem Hochspannungsmast mit 5 Storchennestern, den man nur schemenhaft erkennen konnte. Im vergangenen Jahr waren alle Neste belegt gewesen. Dafür gab es eine positive Überraschung am NSG Oostvaardersplassen, wo wir nicht das bekannte Informationszentrum ansteuerten, sondern das am anderen Ende liegende Zentrum mit Namen „ De Oostvaarders“. Dort gibt es auf zwei Etagen Beobachtungsmöglichkeiten im Gebäude, sogar mit dort befestigten Ferngläsern und einem großen Seminarraum. Zwei Angestellte beantworteten geduldig unsere Fragen und zeigten uns dann einen Film in Deutsch über die Entwicklung dieses Gebietes und die dort frei lebenden Konikpferde, Edelhirsche und Heckrinder. Beim Beobachten konnten wir recht lange einem Fuchs folgen, der über das Eis lief, und einen Seeadler entdecken.

Bis Grou fuhren wir noch an einigen Gänsetrupps vorbei – meist Nonnengänse, wenige Grau- und Blässgänse. Obwohl die Jugendherberge in Grou unter neuer Leitung steht und sich im Umbau befindet, fühlten wir uns genauso wohl, wie in den Vorjahren. Am Sonntag wurde zuerst der örtliche Eulenschlafplatz begutachtet – vier Eulen wurden entdeckt. Danach führte der Weg nach Norden, zuerst zum Kornwerderzand am Abschlussdeich, wo verschiedene Entenarten und ein Mittelsäger fotografiert werden konnten. Am Lauwersmeer rasteten zwischen Gänsetrupps Sing- und Zwergschwäne und sogar ein Kranich. Im Hafen von Lauwersoog vermissten wir die Schneeammern, dafür begrüßten uns zwei Seehunde und drei Bergenten. Der letzte Halt war am Anleger bei Holwerd, wo neben den Schnepfenvögeln Steinwälzer, Meerstrandläufer und Knutt beim Gründeln beobachtet werden konnten. So gab es zum Abschluss damit doch noch Highlights, so dass wir mit insgesamt 73 beobachteten Vogelarten ganz zufrieden sein konnten.
Renate Neuhaus


Exkursion in die Ahsewiesen und Lippeaue
am 25.03.2012

Trotz Zeitumstellung trafen sich elf AGON-Kollegen und zwei Gäste am 25. März 2012 morgens in den Ahse-Wiesen, um die Vogelwelt zu beobachten. Entgegen der Gewohnheit, hier alles Verfügbare anzuziehen, hieß es diesmal bei angenehmer Wärme und Windstille "Sonnenbrille aufsetzen". Die Beobachtungsausbeute war zwar nicht optimal, dafür wurden wir aber mit einer neu errichteten Beobachtungshütte auf einem angeschütteten Hügel überrascht. Von dort aus hatten wir u.a. fünf Kraniche gut im Blick. Besser war die Beobachtungsausbeute an den beiden Plätzen "Meermersch" und "Disselmersch". Hier zeigten sich die verschiedensten Enten und Gänse, dazu Bekassine, Hauben- und Zwergtaucher, Grau- und Silberreiher, Kormoran und Waldwasserläufer. Eine besondere Freude bot uns ein Storchenpaar, welches sich bei Ankunft des Partners auf dem Nest mit regem Klappern begrüßte und dann auch noch zur Kopula schritt. Doch die Krönung des Tages bildeten vier Ibisse, von denen einer nicht beringt war. Von Kollegen aus Hamm lernten wir, dass diese Tiere im nahe gelegenen Tierpark zu Hause sind und trotz Freiflug abends in den Tierpark zurückkehren. Die Beobachtungshütten an diesen beiden Beobachtungspunkten sind inzwischen ebenfalls fertiggestellt, und man kann nur hoffen, dass sie unbeschadet bleiben. Vogelgezwitscher begleitete uns die ganze Zeit, wobei der Zilpzalp der dominierende Sänger war. Gegen 14.00 Uhr beendeten wir die Exkursion mit einer Bilanz von 53 Vogelarten, gegenüber 52 im Vorjahr.
Renate Neuhaus


Ibis im Lippetal

Beobachtete Vogelarten:
Zwergtaucher, Weißstorch, Silberreiher, Graureiher, Kormoran, Ibis (4), Kranich (5), Kormoran, Blässhuhn, Höckerschwan, Graugans, Kanadagans, Nilgans, Nonnengans, Knäkente, Spießente, Pfeifente, Stockente, Löffelente, Reiherente, Krickente, Schnatterente, Bekassine, Waldwasserläufer, Großer Brachvogel, Mäusebussard, Rotmilan, Sperber, Turmfalke, Ringeltaube, Türkentaube, Grünspecht, Buntspecht, Amsel, Bachstelze, Blaumeise, Buchfink, Dohle, Eichelhäher, Elster, Goldammer, Haussperling, Heckenbraunelle, Kohlmeise, Kiebitz, Fasan, Rabenkrähe, Rohrammer, Rotkehlchen, Schwanzmeise, Star, Wacholderdrossel, Zilpzalp.


Naturpark Solling-Vogler - Exkursion zu den Orchideen des Burgbergs
am 14.05.2011

Nach 6 Jahren war es am 14.05.2011 wieder an der Zeit, dem Frauenschuh-Bestand auf dem Burgberg bei Holzminden einen Besuch abzustatten. 10 AGON- und NABU-Mitglieder nutzten zunächst den Vormittag, um sich am Stockberg bei Ottbergen auf die Orchideen einzustimmen. Trotz der vorangegangenen Trockenheit zeigten sich Fliegenragwurz, Dreizähniges Knabenkraut, Helmknabenkraut, weiter oben am Waldrand Weißes Waldvöglein, sogar mit offenen Blüten und die Grüne Waldhyazinthe, dazu Waldsanikel und die typischen Trockenrasenbewohner wie Mittlerer Wegerich und Knolliger Hahnenfuß. Nach einer Mittagspause in Bevern trafen wir uns um 14:00 Uhr mit einem Beamten der Revierförsterei Burgberg und sahen auf dem Weg zum Frauenschuh-Hang als erstes große Flächen von Waldmeister und Bärlauch. Herr Spielmann informierte uns über die Struktur und die Pflegemaßnahmen für den Burgberg und den Frauenschuh-Hang sowie den schrittweisen Austausch von Nadelbäumen gegen Mischwald. Schnell wurde aus dem Vortrag ein gemeinsames Gespräch, in das jeder sein Wissen einbrachte. Nachdem die Frauenschuh-Pflanzen in allen Variationen fotografiert waren und wir Purpurknabenkraut, Großes Zweiblatt und Grüne Waldhyazinthe bewundert hatten, bot uns Herr Spielmann an, uns noch an die artenreichen Südhänge des Burgbergs zu führen, was wir gern annahmen. Dort gab es einen herrlichen Bestand von Wiesensalbei gepaart mit Purpurknabenkraut, Fliegenragwurz, Nestwurz, Weißem Waldvöglein, Mannsknabenkraut, Margerite und Esparsette, dazu mit Draht umgebene Pflanzen vom Kreuzenzian, um so ein Abmähen zu verhindern. Auch den Mittleren Wegerich fanden wir hier, sogar in voller Blüte. Gegen 18.00 Uhr mussten wir uns – leider - hochbegeistert von der botanischen Vielfalt und dankbar für einen wunderschönen Tag auf den Heimweg begeben.
Renate Neuhaus


Frauenschuh

Bemerkenswerte Pflanzenarten:

Bemerkenwerte Pflanzen neben dem Frauenschuh waren Helmknabenkraut, Mannsknabenkraut, Großes Zweiblatt, Fliegenragwurz (sogar im Wald), Grüne Waldhyazinthe, Weißes Waldvöglein, Purpurknabenkraut, Nestwurz, Dreizähniges Knabenkraut, Ähren-Christophskraut, Akelei, Blasenkirsche, Nesselblättrige Glockenblume, Hainklette, Waldsanikel, Waldplatterbse, Aronstab, Knöllchen-Steinbrech, Knolliger Hahnenfuß, Seidelbast, Oregano, Einblütiges Perlgras, Waldbingelkraut, Goldnessel (nicht gefleckt), Purgierlein, Katzenpfötchen, Mittlerer Wegerich, Bärlauch, Waldmeister, Wiesensalbei, Esparsette


Exkursion zu den Ahsewiesen bei Hultrop
am 27.03.2011

Die Zeitumstellung am 27. März konnte 16 AGON-Mitglieder nicht davon abhalten, sich um 9.00 Uhr am Beobachtungsturm in den Ahse-Wiesen zu treffen. Als Belohnung gab es einen traumhaften Tag, der mit Raureif auf den Wiesen begann und sich ohne Wind, aber dafür mit strahlendem Sonnenschein fortsetzte. Zu den ersten Tieren, die sich an den Wasserstellen zeigten, gehörten Kanada-, Bläss- und Graugänse sowie Höckerschwäne und Kiebitze. Später gesellten sich verschiedene Entenarten dazu, und als es wärmer wurde, liessen auch die Singvögel, vor allem der Zilpzalp, ihre Stimme ertönen. Grosse Freude kam auf, als wir auf einem Acker 37 Kraniche beobachten konnten, dafür vermissten wir Weissstorch und Silberreiher.

Bei den Schlammteichen an der Bahnstrecke nach Bünninghausen hatte die ABU, die Naturschützer im Kreis Soest, an beiden Stellen Erdhügel aufgeschüttet und befestigt. Nun sollen noch Hütten entstehen, um dann ein nicht störendes Beobachten zu ermöglichen. Wir freuen uns schon darauf, sie spätestens im nächsten Jahr kennen zu lernen. Zum Abschluss gab es am hinteren Teich, wie im Vorjahr auch, wieder ein „Suchbild“ – diesmal einen Waldwasserläufer, der sich hinter zwei Holzstümpfen geduckt hatte, aber zwei „Adleraugen“ haben wir ja fast immer dabei – so wurde auch er entdeckt und unserem Beobachtungsprotokoll hinzugefügt, das damit ca. 52 Vogelarten aufweist.
Renate Neuhaus


Zilpzalp in den Ahsewiesen

Beobachtete Vogelarten:
Zwergtaucher, Kormoran, Graureiher, Silberreiher, Höckerschwan, Graugans, Blässgans, Kanadagans, Nilgans, Rostgans, Pfeifente, Schnatterente, Krickente, Stockente , Knäkente, Löffelente, Tafelente, Reiherente, Gänsesäger, Mäusebussard, Rotmilan , Rohrweihe, Turmfalke , Fasan, Kranich (37), Blässhuhn , Kiebitz, Flussregenpfeifer, Bekassine, Gr. Brachvogel, Uferschnepfe, Waldwasserläufer, Uferläufer, Ringeltaube, Grünspecht, Feldlerche, Schafstelze, Bachstelze, Wiesenpieper, Heckenbraunelle, Zilpzalp (an vielen Stellen), Hausrotschwanz, Rotkehlchen, Singdrossel, Amsel, Blaumeise, Kohlmeise, Goldammer, Rohrammer, Buchfink, Grünling, Haussperling, Star, Eichelhäher, Elster, Dohle, Rabenkrähe.


Exkursion zu den Wildgänsen nach Holland/Friesland
am 19. und 20. Februar 2011 .........................................Beobachtete Vogelarten


Singschwäne

Wo sind die grauen Gänse?
Diese Frage stellte sich zusammen mit der AGON Schwerte der NABU Bergkamen am 19./2o. Februar 2011 auf der schon traditionellen Bustour mit 39 Teilnehmern nach Grou im niederländischen Friesland. Am Samstag saß bereits kurz hinter der Grenze eine große Gruppe Singschwäne. Bald danach trafen wir auf riesige Trupps Nonnengänse, die uns bis beinahe in die Nähe von Sneek begleiteten. Wir sahen aber nur wenige Bless- und Graugänse. Tafel- und Reiherenten zeigten sich an der Ijsselmeerküste, daneben auch Schellenten und Haubentaucher. Am Sonntag klarte das Wetter mit eisigem Wind im Gegensatz zu dem leicht diesigen feuchten Vortag auf, so dass wir jedes Mal froh waren, wieder in den warmen Bus zu steigen. Aus diesem Grunde war auch das sichtbare Vorhandensein von Kleinvögeln relativ gering. Nonnengänse zeigten sich dagegen , wie gehabt, in Mengen. Wir nehmen an, dass ein Teil der Gänse erst mit Beginn der Frostperiode angekommen und gleich weiter im Süden geblieben ist. Am Abschlussdeich entdeckten wir einige Bergenten sowie alle drei Sägerarten, davor Brachvögel, viele Silberreiher, danach noch zwei Saatgänse, Goldregenpfeifer und des öfteren Kiebitze, mehrere Steinwälzer und eine Schneeammer. Ein paar Rotschenkel und Austernfischer vervollständigten das magere Bild, zumal auch ein altbekannter Überwinterungsplatz der Ringelgänse am Anleger nach Ameland nicht belegt war. Einige von ihnen hatten sich einem Trupp Nonnengänse angeschlossen, doch unsere Hoffnung auf die Rothalsgans oder Schneegänse erfüllte sich nicht. Dafür gab es an den Wasserrändern bizarre Eisgebilde, und am Ende waren wir über die gesehene Anzahl von 74 Vogelarten doch überrascht. Ein Highlight erlebten wir allerdings in Grou – auf dem „Eulenbaum“ saßen 13 Waldohreulen und begutachteten uns und den Bus, womit sich ihre Anzahl gut wieder erholt hat. R. Neuhaus

Heckenbraunelle Zaunkönig
Amsel
Wacholderdrossel
Blaumeise
Kohlmeise
Rohrammer
Buchfink
Stieglitz
Haussperling
Star
Dohle
Eichelhäher
Elster
Rabenkrähe
Saatkrähe
Haubentaucher
Zwergtaucher
Bläßgans
Graugans
Kanadadagans
Nilgans
Nonnengans
Ringelgans Saatgans
Bergente
Brandente
Eiderente
Krickente
Löffelente
Pfeifente
Reiherente
Schellente
Schnatterente
Schwarzkopf-Ruderente
Spießente
Stockente Tafelente

Gänsesäger
Mittelsäger
Zwergsäger
Höckerschwan
Singschwan
Graureiher
Silberreiher
Kormoran
Blässhuhn
Teichhuhn
Goldregenpfeifer
Großer Brachvogel
Pfuhlschnepfe
Alpenstrandläufer
Austernfischer
Kiebitz
Rotschenkel
Säbelschnäbler
Steinwälzer
Heringsmöwe
Mantelmöwe
Lachmöwe
Silbermöwe
Sturmmöwe
Weißstorch
Hohltaube
Ringeltaube
Türkentaube
Waldohreule (13 Exempl.)
Mäusebussard
Sperber
Kornweihe
Rohrweihe
Turmfalke
Wanderfalke
Buntspecht



Exkursion zum Naturschutzgebiet „Königshofener Höhe“
am 27.06.2010

Im Jahre 2003 lernte die AGON den Botaniker Robert Mohl aus Jülich kennen. Seitdem gehören die Braunkohletagebaugebiete nördlich der Eifel immer wieder zu unseren Zielen. Dieses Jahr führte die Exkursion am 27. Juni in das Naturschutzgebiet „Königshofener Höhe“ bei Grevenbroich. Dort fanden wir um den Parkplatz verteilt im Wald einen Bestand von ca. 70 Exemplaren des Gefleckten Knabenkrauts (Dactylorhiza maculata), aber in der Blüte fast weiss, ca. 40 Pflanzen Rundblättriges Wintergrün, Fruchtstände vom Langblättrigen Waldvöglein (Cephalanthera longifolia), blühende Zweiblätter (Listera ovata) und immer wieder Breitblättrige Sumpfwurz (Epipactis helleborine) in Knospe. Dazu gesellten sich etwas höher 10 Exemplare der Pyramiden-Orchis (Anacamptis pyramidalis) in voller Blüte, und in einem Graben konnten wir ca. 60 Exemplare des Übersehenen Knabenkrauts (Dactylorhiza praetermissa) bewundern. In einem weiteren Waldstück standen als Leckerbissen einige Exemplare der Braunroten Sumpfwurz (Epipactis atrorubens) und ein Placken vom Kleinen Wintergrün. Weiter ging die Fahrt zum Blauen See, einem Badesee, wo sich das Übersehene Knabenkraut (Dactylorhizan praetermissa), allerdings spätblühend und als Bastard mit osteuropäischer Sippe zeigte. Dazwischen wuchs das Gefleckte Knabenkraut (Dactylorhiza maculata), aber in normaler Färbung.Tannenbärlapp, Laichkraut im Wasser, ein großer Bestand Blaue Himmelsleiter sowie eine Mittelmeer-Karde rundeten den Eindruck ab. Das nächste Ziel war ein Highlight für die Ornithologen unter uns. Im Naturschutzgebiet Rübenbusch bei Pütz konnten wir uns an der Anmut und Farbenpracht von dreien der sechs dort lebenden Bienenfresser über längere Zeit erfreuen.Danach waren wieder Orchideen aktuell – am Blaustein-See bei Eschweiler direkt am See-Ufer wuchsen ca. 20 Pflanzen Übersehenes Knabenkraut (Dactylorhiza praetermissa var. junialis) mit ringförmigen Flecken auf den Blättern.

Geflecktes Kranbenkraut, Foto: D. Neuhaus Bocksriemenzunge, Foto: D. Neuhaus

Der Parkplatz „Drover Heide“ weckte Erinnerungen an eine frühere Tour und den Faden-Enzian, aber diesmal war nicht der linke sondern der rechte Parkplatz aktuell – ca. 30 m im Wald stand das Netzblatt (Goodyeara repens) in Knospe. Nachdem nach so vielen Leckerbissen Embken und der Breidel uninteressant waren, bildete der Biesberg bei Thuir den Abschluss – 12 Exemplare Bocksriemenzunge (Himantoglossum hircinum) in voller Blüte, dazu Große Händelwurz (Gymnadenia conopsea) und Reste der Grünen Hohlzunge (Coeloglossum viride), Fliegenragwurz (Ophrys insectiferia) und Purpur-Orchis (Orchis purpurea). Inzwischen war es fast 18 Uhr geworden und wir hatten genug gesehen. Da Deutschland gegen England im Fussball-Achtelfinale gewonnen hatte, durften wir uns aber noch durch ein feierndes Düren hindurcharbeiten, bevor es heimwärts auf die Autobahn ging.
Renate Neuhaus


Exkursion zu den Ahsewiesen bei Hultrop
am 28.03.2010

Ende März ist es seit ein paar Jahren „Pflicht“, die Ahse-Wiesen in Augenschein zu nehmen. Genauso ist es „Pflicht“, Handschuhe und die dicke Mütze mitzunehmen – denn es pfeift der Wind und aus den Wolken fällt schnell mal ein Regenschauer. Trotzdem lohnt es sich immer wieder, in dieses von der ABU gepflegte Kleinod zu fahren. Dieses Mal war der Termin der 28. März 2010. Nachdem vom Beobachtungsturm als erstes zwei Silberreiher entdeckt wurden, konnten wir einen der beiden anwesenden Weißstörche fliegen sehen, leider in die verkehrte Richtung. Auf dem Weg durch das Gelände füllte sich unsere Liste dann doch mit Kiebitz, Grau, - Bläss- und Kanadagans und an der großen Wasserstelle mit mehreren Entenarten auf. Auch die Nilgans sei nicht vergessen.

Als Überraschung turnte in einem hohen Busch ein kleiner Schwarm Rotdrosseln herum, daneben verschiedene weitere Kleinvögel, dafür konnten wir den Großen Brachvogel leider zunächst nur hören. Von einem anderen Beobachter bekamen wir den Tipp, an die Bahnstrecke nach Bünninghausen zu fahren. Dort seien Schlammteiche. Dieser Tipp erwies sich als sehr gut, denn nun fanden wir noch eine Kranich-Familie mit einem Jungen, eine Bekassine (gut getarnt), Schwalben, Bachstelzen, Wiesenpieper und weitere Silberreiher, so dass wir insgesamt auf 57 beobachtete Vogelarten kamen und die Exkursion damit doch nicht so mager endete, wie sie begonnen hatte.
Beobachtete Vogelarten: Haubentaucher, Zwergtaucher, Kormoran, Graureiher, Silberreiher, Weißstorch, Höckerschwan, Graugans, Kanadagans, Blässgans, Nilgans, Pfeifente, Schnatterente, Krickente, Stockente, Spießente, Löffelente, Reiherente, Mäusebussard, Turmfalke, Fasan, Kranich, Blässhuhn, Kiebitz, Bekassine, Gr,. Brachvogel, Waldwasserläufer, Uferläufer, Kampfläufer, Ringeltaube, Türkentaube, Grünspecht, Buntspecht, Feldlerche, Rauchschwalbe, Bachstelze, Wiesenpieper, Heckenbraunelle, Zilpzalp, Hausrotschwanz, Rotkehlchen, Misteldrossel, Amsel, Singdrossel, Rotdrossel, Schwanzmeise, Blaumeise, Kohlmeise, Goldammer, Rohrammer, Buchfink, Haussperling, Feldsperling, Star, Elster, Dohle, Saatkrähe, Rabenkrähe.
Renate Neuhaus


Landschaftspflegearbeiten im NSG Ebberg
am 06.02.2010


Dieser Winter erinnert gewaltig an den Rekord-Winter 1963 – aber da Termine lange im voraus festgelegt werden, hiess es nach Ortsbesichtigung am Vortage am Samstag, dem 6. Februar „Auf in das NSG Ebberg“, um die seit 15 Jahren üblichen Pflegemaßnahmen durchzuführen, d.h. den Birkenaufwuchs in Grenzen zu halten. Täten wir es nicht, würden sich aufgrund der

dann erfolgenden Verbuschung Feuersalamander, Erdkröte, Geburtshelferkröte, Molch, Blindschleiche und die vorkommenden Orchideen schnell beleidigt zurückziehen, ebenso wie die seltenen Heuschreckenarten, die sich inzwischen hier angesiedelt haben. Unterstützt wurden wir wie in allen Jahren von der Biologischen Station im Kreis Unna. Unsere Geräte mussten wir diesmal allerdings recht weit tragen, da der Fahrweg noch völlig vereist war. Kleingeräte und der zur Arbeit gehörende Proviant wurden zum ersten Mal in 15 Jahren in zwei Transportkisten auf dem Schlitten zum Arbeitsplatz geschafft! Nur den Appetit auf die sonst übliche leckere Erbsensuppe musste jeder für zu Hause aufsparen – glatte Straße,Auto und heiße Suppe – das verträgt sich nicht. Trotzdem waren wir zufrieden, alle Arbeiten bis auf das Freischneiden einer total eingeschneiten Fläche erledigt zu haben, auch wenn sich einige Spaziergänger über kniehoch stehen gelassene Baumstümpfe wunderten – aber die Erfahrung hat gezeigt, dass diese wesentlich weniger Stockausschlag bringen, und das erspart Arbeit in den Folgejahren.
Renate Neuhaus


70 Jahre Elsebad - AGON war dabei
am 01.08.2009

R. Neuhaus im Elsebad, Fot: WR/Radix

Am 1.August 2009 feierte das Elsebad seinen 70. Geburtstag mit einem gelungenen Fest. Die Schwerter Einrichtungen und Vereine waren eingeladen, sich und ihre Ziele vorzustellen. Diese Gelegenheit nahm die AGON mit Nistkästen und Insektenhölzern wahr. Dazu wurden interessierte Besucher über Winterfütterung, Herstellung von Meisenknödeln und heimische Orchideen informiert, wobei die Themen „Winterfütterung und Meisenknödel“ im krassen Gegensatz zum herrschenden Wetter standen, aber trotzdem offene Ohren fanden. Besonders der Beginn der Meisenknödel-Vorarbeiten bereits im Juli und August erweckte oft ungläubiges Staunen. Ebenso war es bei dem Thema „Heimische Orchideen“, wenn ein Besucher davon überzeugt wurde, welche Kleinode er im eigenen Garten hat, die er vorher am liebsten als Unkraut ausgerissen hätte. So wurde es auch für die AGON ein guter Tag.
Renate Neuhaus - Foto: copyr. WR/Radix


Ausflug zum Naardermeer, Holland
am 11.06.2009

Am 11. Juni unternahmen 12 AGON-Mitglieder und 6 NABU-Kollegen zum 30jährigen Bestehen der AGON Schwerte einen Ausflug zum Naardermeer, dem ältesten niederländischen Naturschutzgebiet. Es ist ein Feuchtgebiet zwischen Hilversum und Naarden mit vielen ornithologischen und botanischen Kleinoden. Entstanden ist es bereits in der Eiszeit, Ende des 14. Jahrhunderts wurde es abgedämmt und 1629 trockengelegt, jedoch sofort wieder geflutet, um die Spanier aufzuhalten, die nach Amsterdam ziehen wollten. 1883 versuchte man die Trockenlegung noch einmal, aber wegen zu hoher Kosten wurde der Plan schnell aufgegeben und nie wieder hervorgeholt. 1904 sollte es zur Mülldeponie für Amsterdam werden. Glücklicherweise wurde dieser Plan mit nur zwei Stimmen Mehrheit vom Stadtrat abgelehnt. Hingegen gründete sich 1906 Verein zur Erhaltung von Naturdenkmälern. Das erste Gebiet, welches gekauft wurde, war das Naardermeer. Heute gehören der Vereinigung viele Naturschutzgebiete in den gesamten Niederlanden.

Eigentlich war für den Vormittag ein Kurzbesuch am Knardijk bei Lelystad geplant, aber Dauerregen und hohes Verkehrsaufkommen vereitelten diese Idee. Schade, aber gar nicht so verkehrt, denn den Straßenplanern war eingefallen, dass man doch mal die Autobahn-Anschlusstelle Hilversum West sperren könnte. Was dann folgte war eine Irrfahrt durch Bussum und Naarden. Dafür drehte Petrus mittags den Wasserhahn zu, und ab 13.30 Uhr erlebten wir eine herrliche Bootsfahrt durch die Kanäle dieses Gebietes. Bei der Kormorankolonie durften wir in einer Beobachtungshütte die Kormorane mit ihren Jungen aus nächster Nähe beobachten, wir konnten im Moor uns nicht nur nasse Füße holen sondern sogar den Rundblättrigen Sonnentau bewundern. Eine halbe Stunde vor Fahrtende machte es sich dann doch bezahlt, dass wir das überdeckte Boot gebucht hatten, da Petrus die Schleusen wieder kurz aber heftig öffnete. Das konnte uns aber nach der gut geführten Exkursion nicht mehr erschüttern. Schließlich endete der Ausflug trocken und wesentlich schöner als er begonnen hatte.
Renate Neuhaus


Eröffnung der Hornissen-Ausstellung
am 28.04.2009 in der Stadtbücherei Schwerte

Als wir in der AGON über eine Ausstellung zum 30jährigen Jubiläum diskutierten, kam uns ein Zufall zu Hilfe. Der NABU Münster bot eine Wanderausstellung zum Thema „Hornissen“ an. Wir überlegten kurz, und heute können wir das Ergebnis präsentieren. Zusammengestellt wurde diese Ausstellung von Herrn Konrad Schmidt, einem ehemaligen Fagottisten des Symphonie-Orchesters Münster, der durch die Naturfotografie auf die Hornissen aufmerksam wurde. Trotz seiner 84 Jahre beteiligte er sich aktiv am Ausstellungsaufbau. Hornissen sind ihm ans Herz gewachsen, denn im Grunde sind sie friedlich und interessieren sich weder für Pflaumenkuchen noch Limonade. Dafür verfüttern sie an ihre Brut lieber Spinnen, Fliegen und andere Insekten, wobei es ihnen besonders das Brustfilet der Wespen angetan hat. Anfang Mai erwacht eine Hornissenkönigin aus dem Winterschlaf irgendwo im morschen Holz. Sie sucht eine geeignete Stelle, um mit dem Nestbau zu beginnen. Als Baumaterial dient morsches Holz, das sie abraspelt und mit Speichel zu einem klebrigen Brei vermischt. Daraus baut sie sechseckige Wabenzellen, in die sie je ein Ei legt. Nach 5-6 Wochen schlüpfen Arbeiterinnen, die

den stetig wachsenden Staat mit Nahrung versorgen und die Brut pflegen. Gegen Ende des Sommers legt die Königin nur noch Eier, aus denen männliche Tiere oder Jungköniginnen schlüpfen. Ende Oktober verlassen diese das Nest, die Drohnen befruchten die Jungköniginnen und sterben, ebenso die Arbeiterinnen und die ehemalige Königin. Die befruchteten Jungköniginnen überleben und suchen sich einen Unterschlupf für den Winter, um im folgenden Jahr ihren eigenen Staat zu gründen. Die Mär von 7 Stichen, die ein Pferd töten, stimmt nicht. Wohl schmerzt und schwillt die Stelle wie beim Wespenstich, aber gefährlich ist er nur für den Allergiker, dem es aber bei anderen Insekten ebenso geht. Was Hornissen gar nicht leiden mögen, ist, die Flugbahn in der Nähe ihres Nestes zu kreuzen, am Stamm ihres Nestes zu wackeln oder daran zu klopfen. Dann wird man zum „Angreifer“ und somit „stichfest“ abgewehrt – AGON-Kollegen haben da Erfahrungen gemacht – am besten also, sich ruhig verhalten und nur beobachten. Die Ausstellung ist bis zum 30. Mai zu besichtigen.
Renate Neuhaus


Exkursion in die Ahse-Wiesen
am 29.03.2009

Exkursion in die Ahse-Wiesen am 29.03.2009:
Neun Tage nach Frühlingsanfang lockten, vielleicht auch durch die Umstellung auf die Sommerzeit, die Ahse-Wiesen nur vier AGON-Mitglieder. Dazu wurden Handschuhe und Winterstiefel noch einmal hervor geholt, um Wind und dicken Wolken zu trotzen. Kiebitze, Enten und Gänse ließen sich davon nicht erschüttern, ebenso zwei Waldwasserläufer, Brachvögel, Zwergtaucher und ein Silberreiher. Ein Raubwürger war gut zu beobachten, und der Chor der Frühlingssänger tat sein Bestes, damit uns das Wetter nicht zu sehr störte. Mit insgesamt 45 gesehenen Vogelarten blieben wir zwar hinter den Zahlen der Vorjahre zurück, hätten dafür aber unsere Liste mit Rehen und Feldhasen reichlich aufbessern können.

Beobachtete Vogelarten: Zwergtaucher, Silberreiher, Höckerschwan, Graugans, Kanadagans, Nilgans, Rostgans, Streifengans, Pfeifente, Schnatterente, Krickente, Stockente, Spießente, Knäkente, Löffelente, Tafelente, Reiherente, Mäusebussard, Fasan, Teichhuhn, Blässhuhn, Kiebitz, Gr. Brachvogel , Waldwasserläufer, Lachmöwe, Ringeltaube, Grünspecht, Buntspecht, Feldlerche, Rauchschwalbe, Bachstelze, Raubwürger, Heckenbraunelle, Zilpzalp, Amsel, Kohlmeise, Goldammer, Rohrammer, Buchfink, Haussperling, Star, Eichelhäher, Elster, Dohle und
Rabenkrähe..               
Renate Neuhaus


30 Jahre AGON - eine Feierstunde
am Dienstag, 24.03.2009

Am 24.03.2009 feierte die AGON Schwerte ihr 30jähriges Bestehen mit einer Festveranstaltung im Naurfreunde-Haus Schwerte. Nach der Begrüßung blickte Dieter Ackermann auf das Jahr 1979 zurück, wo die 1976 geborene Idee einer Arbeitsgemeinschaft für die Natur mit Hilfe der Volkshochschule Schwerte in die Praxis umgesetzt wurde. Galt das Interesse erst den Greifvögeln, kamen bald Pilze und Botanik dazu, später Brutvogelkartierung, § 29 Stellungnahmen, Amphibienschutz. Durch Meisenknödel-„Backen" und Verkauf auf dem Schwerter Weihnachtsmarkt wurde es möglich, ehemalige Ackerflächen für den Naturschutz zu erwerben undentsprechend zu gestalten. Ohne Werkstatträume wäre das fast unmöglich gewesen. So waren wir überglücklich, als uns von der VHS/Kuwebe Räume unter der Grundschule Villigst zur Verfügung gestellt wurden, die wir zwar vom Wände streichen, Fussboden legen bis zur Einrichtung selbst gestalten und bearbeiten mussten, aber nun hatten wir alle notwendigen Arbeitsmöglichkeiten unter einem Dach.

Damit bildete sich über die Jahre eine Gemeinschaft, in der jeder zwar seinen eigenen Schwerpunkt hat, aber wenn es um Pflegemaßnahmen, z.B. am Ebberg oder am Elsebach geht, packen alle mit an. Wolfgang Pitzer hatte in einem BeamerVortrag die 30jährige Entwicklung der AGON in Form von Zeitungsausschnitten festgehalten. Dabei lachten wir über manches Bild aus der Jugendzeit, erinnerten uns aber auch an Kollegen, die nicht mehr unter uns sind, und stellten fest, dass die Jahre im Fluge vergangen warten. Beide Vorträge wurden mit viel Beifall belohnt. Um das nachfolgende kalte Buffet hatten sich besonders die Frauen verdient gemacht, wobei sich hier die gleiche Vielfalt wie bei den Arbeitsgruppen zeigte, so dass für jeden Geschmack etwas dabei war. Den Abschluss bildeten eine muntere Unterhaltungsrunde und der Gedanke, dass die AGON nicht nur arbeiten, sondern auch gelungen feiern kann.               Renate Neuhaus


Exkursion zu den Wildgänsen in Holland
am Sa 07.03. bis So 08.03.09

Turnusgemäß fand in diesem Jahr am 7./8. März gemeinsam mit dem NABU-Kreisverband Unna die Fahrt zu den in den Niederlanden überwinternden Wildgänsen statt. 10 AGON-Mitglieder nahmen daran teil und genossen nach Tagen mit Regenwetter zwei herrliche Tage mit blauem Himmel und Sonnenschein. Nach ersten Beobachtungspausen unterwegs lud das Gebiet „Oostvaardersplassen“ zu einem Spaziergang zur Beobachtungshütte für die dazugehörige Wasserfläche ein. Wildpferde kreuzten mehrmals unseren Weg, die Edelhirsche hielten sich fern und glänzten nur mit ihren prächtigen Geweihen. In diesem Gebiet werden sie zusammen mit Heckrindern unter fast natürlichen Bedingungen ohne Zufüttern gehalten. So dezimiert ein harter Winter wie der letzte den gesamten Tierbestand schnell um ein Drittel, doch das muss die Natur selbst ausgleichen. Entlang der Ijsselmeerküste sahen wir aufgrund des starken Windes relativ wenige Wasservögel. Dafür begeisterten uns zwei Seeadler. Irgendwann führte unser Weg dann landeinwärts Richtung Grou zur Jugendherberge. In einem Schwarm

Weißwangengänse entdeckten wir eine Streifengans, womit sich die Frage ergab, „ausgebüchst oder von irgendwoher mitgezogen“. Schließlich liegt ihre Urheimat am Himalaya. Sie hat es uns nicht verraten. Am Sonntag verabschiedeten uns in Grou an bekannter Stelle drei Waldohreulen. Vor zwei Jahren hatten sie sich wahrscheinlich versteckt. Das erste Sonntagsziel war der Pier von Holwerd, danach Lauwersoog. Große Ansammlungen von Nonnengänsen, Ringelgänsen, Säbelschnäblern, Meerstrandläufern, Schneeammern, Sägern und sogar ein Seehund vervollständigten nun die Beobachtungslisten. Den letzten Halt legten wir am NSG „Enzumerkeeg“ ein, wo wir neben einer Kolbenente, 10 Löfflern, einem großen Trupp Uferschnepfen noch weitere Entenarten sahen. Von dort aus traten wir mit kleinen Zwischenstops die Heimfahrt an, aber nicht ohne vorher noch einen Weißstorch auf unsere Liste zu setzen. Mit ca. 85 gesehenen Vogelarten war es ein sehr erfolgreiches Wochenende.           Renate Neuhaus


Exkursion zum Mackenberg.
am Sonntag, 27.07.2008
Bild: Kaisermantel, Foto: AGON/Neuhaus

Nachdem die Exkursion zum Mackenberg bei Oelde zum Thema „Schmetterlinge“am 20.Juli wegen schlechten Wetters um eine Woche verschoben worden war, kamen 6 AGON-Mitglieder am 27. Juli 2008 mehr als lieb ins Schwitzen, was natürlich die Schmetterlinge nicht im geringsten störte. Sie nutzten den Reichtum der Mackenberg-Flora, um sich zu laben oder kurz zu rasten. So konnten wir u.a. Kaisermantel, Tagpfauenauge, Distel- und C-Falter, Zitronenfalter, Admiral, Nierenfleck, den Kleinen Fuchs, Schornsteinfeger, Bläulinge und eine große Anzahl Kleinschmetterlinge beobachten und waren trotz reichlicher Wärme mit dem Ergebnis zufrieden.
Auf dem Hinweg streiften wir kurz den Parkplatz „Stettin“, den wir seit Jahren wegen seiner Orchideen im Auge behalten. Wie mit der Autobahnmeisterei abgesprochen wurden nur die Parkplatzränder gemäht. Ein herzliches Dankeschön für diese unbürokratische Zusammenarbeit!
Renate Neuhaus


Exkursion Blankenrode – Diemeltal
am 15.Juni 2008

Galmei-Leimkraut, Silene vulgaris humilis NSG Bleikuhlen, beide Fotos AGON/Neuhaus

Zum festen Programm der AGON–Exkursionen gehören in der zweiten Mai–Hälfte die Bleikuhlen bei Blankenrode und das Diemeltal. In den Bleikuhlen wartet das Galmei–Veilchen mit seinem strahlenden Blau, und das Diemeltal lockt mit seinen verschiedenen Orchideen.
Dieses Jahr verschob sich die Tour auf den 15. Juni, woraus sich eine wesentlich interessantere Flora ergab. So zeigten sich in den Bleikuhlen neben den Galmeiveilchen in allen Farbvarianten die Pflanzen, die die Schwermetalle im Boden brauchen bzw. tolerieren, u.a. die Galmei-Leimkraut, die Frühlingsmiere, die Hallesche Gänsekressse und das Galmei–Täschelkraut. Positiv fiel uns die neue Informationstafel über das Entstehen der Bleikuhlen, ihre Bedeutung und ihre Flora auf. Alles wird darauf anschaulich und gut verständlich erklärt. Nach dem die Fotografen ihre Wünsche erfüllt hatten, hieß das nächste Ziel Germete in der Hoffnung auf einen Wald voller Türkenbundlilien. Aber außer ein paar Knospenansätzen, die noch vorhanden waren, hatten die Lilienhähnchen ganze Arbeit geleistet.
Wir fanden Schlüsselblumen Fruchtstände und ein paar Langblättrige Hasenohren. Die Ausbeute am Halt in Wethen war dafür um so besser - mehrere Exemplare der Bienenragwurz und der Mücken–Händelwurz, dazu Wiesenbocksbart, Thymian, Wundklee, verschiedene Skabiosen und Große Braunelle. Da es inzwischen wärmer geworden war, ließen auch die Schmetterlinge nicht lange auf sich warten. Der Quast konnte natürlich nicht übergangen werden und zeigte auf einer großen Fläche Mücken-Händelwurz sowie verschiedene Exemplare Bienenragwurz, Fliegenragwurz, Geflecktes Knabenkraut und Braunrote Sumpfwurz sowie Fruchtstände vom weißen Waldvögelein. Die Krönung des Orchideen-Erlebens aber kam an unserem letzten Halt, einem ehemaligen Steinbruch bei Marsberg. Hier standen unzählige Exemplare der Braunroten Sumpfwurz in einer Größe bis zu 60 cm voll in Blüte, auf dem nebenliegenden Trockenrasen konnten wir Bienen– und Fliegenragwurz entdecken. Auch hier lockte die Wärme die Schmetterlinge hervor, die uns mit ihrer Anmut immer wieder neu faszinieren. Mit einem Blick auf ein wunderschön blühendes Mohnfeld beendeten sechs AGON Mitgieder voll reichhaltiger Eindrücke die Exkursion. - Renate Neuhaus -

Pflanzenlisten
von Hans-Joachim Weigt

Diemelstadt Wethener Berg

 

Bärenschote

Astragalus glycyphyllos

Bergklee

Trifolium montanum

Bergjohanniskraut

Hypericum montanum

Bienenragwurz

Ophrys apifera

Bittersüßer Nachtschatten

Solanum dulcamara

Dost

Origanum vulgare

Dürrwurz

Inula conyza

Echtes Labkraut

Galium verum

Färberginster

Genista tinctoria

Feldthymian

Thymus pulegoides

Fliegenragwurz

Ophrys insectifera

Gemeines Leimkraut

Silene vulgaris

Golddistel

Carlina vulgaris

Große Braunelle

Prunella grandiflora

Hauhechel

Ononis spinosa

Hornklee

Melilotus corniculatus

Hufeisenklee

Hippocrepis comosa

Knäuelglockenblume

Campanula glomerata

Kleine Bibernelle

Pimpinella saxifraga

Kleines Habichtskraut

Hieracium pilosella

Kleines Mädesüß

Flipendula vulgaris

Kreuzblume

Polygala vulgaris

Mittelwegerich

Plantago media

Mückenhändelwurz

Gynadenia conopsea

Nickende Distel

Carduus nutans

Nickendes Leimkraut

Silene nutans

Odermennig

Agrimonia eupatoria

Pfirsichblättrige Glockenblume

Campanula persicifolia

Purgierlein

Linum carthaticum

Rapunzelglockenblume

Campanula rapunculus

Rundblättrige Glockenblume

Campanula rotundifolia

Skabiosenflockenblume

Centaurea scabiosa

Sonnenröschen

Helianthemum nummularium

Stengellose Distel

Cirsium acaulis

Traubenskabiose

Knautia columbaria

Türkenbundlilie

Lilium martagon

Weinberglauch

Allium vineale

Wiesenbockbart

Tragopogon pratensis

Wiesenschlüsselblume

Primula veris

Wiesenskabiose

Knautia arvensis

Wiesenstorchschnabel

Geranium partense

Wundklee

Antyllis vulneraria

Zittergras

Briza media

Zypressenwolfsmilch

Euphorbia cyperissias

Blankenrode NSG Bleikuhlen

 

Alpenhellerkraut

Thlaspi alpestre calaminare

Frühlingsmiere

Minuartia verna hercynica

Galmeileimkraut

Silene vulgaris humilis

Kopfblütiges Habichtskraut

Hieracium densiflorum

Mückenhändelwurz

Gymnadenis conopsea

Quellkresse (Erzblume)

Cardaminopsis halleri

Westfälisches Galmeiveilchen

Viola guestfalica

Germete (Wald, Steinbruch)

Akelei

Aquilegia vulgaris

Aronstab

Arum maculatum

Ausdauerndes Bingelkraut

Mercurialis perennis

Bärenschote

Astragalus glycyphyllos

Bärlauch

Allium ursinum

Bergjohanniskraut

Hypericum montanum

Breitblättrige Sumpfwurz

Epipactis helleborine

Christophskraut

Actaea spicata

Echtes Labkraut

Galium verum

Gemeines Leimkraut

Silene vulgaris

Goldhahnenfuß

Ranunculus auricomus

Haselwurz

Asarum europaeum

Hauhechel

Ononis spinosa

Hufeisenklee

Hippocrepis comosa

Kleine Maiblume

Maianthemum bifolium

Kriechendes Fingerkraut

Potentilla reptans

Langblättriges Hasenohr

Bupleurum longifolium

Lungenkraut

Pulmonaria officinalis

Maiglöckchen

Convallaria majalis

Mehlige Königskerze

Verbascum lychnitis

Moschusmalve

Malva moschata

Nesselblättrige Glockenblume

Campanula trachelium

Nickendes Leimkraut

Silene nutans

Purgierlein

Linum carthaticum

Purpurfetthenne

Sedum telephium

Rapunzelglockenblume

Campanula rapunculus

Salomonsiegel

Polygonatum odoratum

Sanikel

Sanicula europaea

Scharfe Fetthenne

Sedum acre

Seidelbast

Daphne mezereum

Türkenbundlilie

Lilium martagon

Vielblütige Weißwurz

Polygonatum multiflorum

Waldrebe

Clematis vitalba

Weiße Fetthenne

Sedum album

Wiesensalbei

Salvia pratense

Wiesenstorchschnabel

Geranium pratense

Wundklee

Antyllis vulneraria

Mittelwegerich

Plantago media

Mückenhändelwurz

Gynadenia conopsea

Nickende Distel

Carduus nutans

Nickendes Leimkraut

Silene nutans

Odermennig

Agrimonia eupatoria

Purgierlein

Linum carthaticum

Rapunzelglockenblume

Campanula rapunculus

Rundblättrige Glockenblume

Campanula rotundifolia

Schwalbenwurz

Vincetoxicum hirundinaria

Skabiosenflockenblume

Centaurea scabiosa

Sonnenröschen

Helianthemum nummularium

Steifer Ziest

Stachys recta

Stengellose Distel

Cirsium acaulis

Traubenskabiose

Knautia columbaria

Wiesenschlüsselblume

Primula veris

Wiesenskabiose

Knautia arvensis

Wiesenstorchschnabel

Geranium partense

Wundklee

Antyllis vulneraria

Zittergras

Briza media

Diemelstadt Rhoden NSG Quast

Acker-Hundskamille

Anthemis arvense

Acker-Rittersporn

Consolida regalis

Bergjohanniskraut

Hypericum montanum

Bergklee

Trifolium montanum

Bienenrragwurz

Ophrys apifera

Dost

Origanum vulgare

Echtes Labkraut

Galium verum

Esparsette

Onobrychis viciifolia

Färber-Hundskamille

Anthemis tinctoria

Feldthymian

Thymus pulegoides

Fliegenragwurz

Ophrys insectifera

Geflecktes Knabenkraut

Dactylorhiza maculatum

Grassternmiere

Stellaria gramminea

Holzapfel

Malus sylvestris

Hornklee

Melilotus corniculatus

Hufeisenklee

Hgippocrepis comosa

Hundszunge

Cynoglossum officinale

Katzenpfötchen

Antennaria dioica

Klatschmohn

Papaver rhoeas

Kleine Bibernelle

Pimpinella saxifraga

Luzerne

Medicago sativa

Mückenhändelwurz

Gymnadenia conopsea

Nickendes Leimkraut

Silene nutans

Odermennig

Agrimonia eupatoria

Rapunzelglockenblume

Campanula rapunculus

Rotbraune Sumpfwurz

Epippactis atrorubens

Scabiosenflockenblume

Centaurea scabiosa

Schierling

Conium maculatum

Sonnenröschen

Helianthemum nummularium

Tausendgüldenkraut

Centaurium erythraea

Wacholder

Juniperuns communis

Wegwarte

Zichorium intybus

Weißes Waldvögelein

Cephalanthera damasonium

Wiesensilge

Silaum silaus

Wiesenskabiosa

Knautia arvensis

Wundklee

Anthyllis vulneraria

Zittergras

Briza media

Marsberg NSG Kregenberg

Bergjohanniskraut

Hypericum montanum

Bergklee

Trifolium montanum

Bienenragwurz

Ophrys apifera

Braunrote Sumpfwurz

Epipactis atrorubens

Dost

Origanum vulgare

Dürrwurz

Inula conyza

Echtes Labkraut

Galium verum

Färberginster

Genista tinctoria

Feldthymian

Thymus pulegoides

Fliegenragwurz

Ophrys insectifera

Frühlingsfingerkraut

Potentilla verna

Gemeines Leimkraut

Silene vulgaris

Golddistel

Carlina vulgaris

Große Braunelle

Prunella grandiflora

Hauhechel

Ononis spinosa

Hornklee

Melilotus corniculatus

Hufeisenklee

Hippocrepis comosa

Kleine Bibernelle

Pimpinella saxifraga

Kleiner Wiesenkopf

Sanguisorba minor

Kleines Habichtskraut

Hieracium pilosella

Kreuzblume

Polygala vulgaris

Mehlige Königskerze

Verbascum lychnitis

Mittelwegerich

Plantago media

Mückenhändelwurz

Gynadenia conopsea

Nickende Distel

Carduus nutans

Nickendes Leimkraut

Silene nutans

Odermennig

Agrimonia eupatoria

Purgierlein

Linum carthaticum

Rapunzelglockenblume

Campanula rapunculus

Rundblättrige Glockenblume

Campanula rotundifolia

Schwalbenwurz

Vincetoxicum hirundinaria

Skabiosenflockenblume

Centaurea scabiosa

Sonnenröschen

Helianthemum nummularium

Steifer Ziest

Stachys recta

Stengellose Distel

Cirsium acaulis

Traubenskabiose

Knautia columbaria

Wiesenschlüsselblume

Primula veris

Wiesenskabiose

Knautia arvensis

Wiesenstorchschnabel

Geranium partense

Wundklee

Antyllis vulneraria

Zittergras

Briza media

Bemerkenswerte Schmetterlinge:
Großer Perlmutterfalter ( Argynnis aglaia ) Marsberg
Zwergbläuling ( Cupido minimus ) Wethener Berg
Geißkleebläuling ( Plebejus argus ) Quast
Kreuzblumeneulchen ( Prothymia viridaria ) Marsberg
Raupen vom Königskerzenmönch ( Shargacucullia lychnitis ) Marsberg


Orchideen-Exkursion zur Eifel
am Donnerstag, 22.05.08
Bild: "Hängender Mensch" oder Ohnsporn (Aceras anthropophorum)

Die diesjährige Orchideen-Exkursion am 22.05.08 begann in Jülich. Herr Mohl, der uns bereits vor 5 Jahren geführt hatte, zeigte uns auf der Sophienhöhe einen Standort des Schwertblättrigen Waldvögleins (Cephalanthera longifolia). Dabei lernten wir auch das Hasenglöckchen (Scilla non-scripta) mit schmaleren Blättern als die Gartenform und das Springschaumkraut (Cardamine impatiens) kennen, das man nur antippen muss, damit die reifen Samen springen. Weiter ging es über einen inzwischen zugeschütteten Kohle-Abbaubereich zwischen Kirchberg und Aldenhoven nach Eschweiler, wo man die Inde auf einem Stück von 12 km mäandrierend umgelegt hat, um so Platz für den nächsten Kohle-Abbau zu schaffen. Recht eindrucksvoll stand auf einem bereits wieder aufgefüllten Stück die aus alten Steinen des ausgelöschten Dorfes Lohn neu errichtete Kirche, ebenso kleine Straßen mit ehemaligen Straßenschildern. Ein Stück führte uns der Weg nun längs der Inde und wir bestaunten die Ausmaße dieses Braunkohlen-Tagebaus. Auf dem angeschütteten Boden sollen ca. 400 "Pflanzenarten vorkommen, davon viele "Neubürger" aus anderen Regionen. Das nächste Ziel - hinter dem Freibad Blausteinsee - kannten wir bereits von der vorherigen Exkursion. Leider zeigte das dort vorkommende Übersehene Knabenkraut (Orchis praetermissa) nur an einer Pflanze eine aufgehende Blüte, dafür sahen wir grosse Bestände vom Großen Zweiblatt (Listera ovata), kräftigem Weissen Waldvöglein (Cephalathera damasonium), Grüner Waldhyazinthe (Platanthera chlorantha), Breitblättrigem Knabenkraut (Dactylorhiza majalis) und diverse Exemplare Breitblättrige Stendelwurz (Epipactis helleborine), dazu einen grossflächigen zusammenhängenden Standort des Wald-Sanikels (Sanicula europaea). "Am Biesberg bei Muldenau fanden wir zahlreiche Pflanzen von "Hängendem Mensch" oder Ohnsporn (Aceras anthropophorum), Grüner Hohlzunge (Coeloglossum viride), Fliegenragwurz (Ophrys insectifera), eine Grüne Fliegenragwurz (Ophrys flavescens), Anfänge von Stendelwurz, Bienenragwurz und Bocksriemenzunge. Zum Abschluss gab es noch eine Überraschung - zwischen Embken und Wollersheim zeigte uns Herr Mohl eine versteckte Wiese mit Kleinem Knabenkraut (Orchis morio), Zweiblatt und Hängendem Mensch. Gut, dass es zwar warm, aber bedeckt war, so dass wir ohne Sonnenbrand nach Hause kamen. Auch das kräftige Gewitter, das wir von der vorigen Exkursion noch in Erinnerung hatten, blieb aus. - Renate Neuhaus -

Exkursion zu den Ahse-Wiesen
am Sonntag, 30.03.2008
Bild: Großer Brachvogel, Foto: AGON/Neuhaus

Großer Brachvogel, Foto: AGON/ NeuhausDie diesjährige Exkursion zu den Ahse-Wiesen bei Welver fand am 30. März 2008 statt. Bei strahlendem Wetter nahmen 10 AGON-Mitglieder daran teil. Geparkt wurde am Beobachtungs-Turm, von dem wir uns zunächst einen Überblick über die vorhandene Vogelwelt verschafften. Der starke Wind trieb uns allerdings recht schnell wieder auf die Erde, wo wir uns auf den vorgegebenen Beobachtungsweg begaben. 53 Vogelarten, darunter einen Kranich, einen Weißstorch, eine Uferschnepfe, Große Brachvögel, Grau- und Kanada-Gänse sowie zahlreiche Kleinvögel konnten wir beobachten. Wir nehmen aber an, dass die Zahl ohne den Wind noch höher gelegen hätte. Mittags wurde der Wind schwächer. So nutzten wir die noch vorhandene Zeit, um an den Hattroper Teichen zu beobachten. Hier erfreuten wir uns u.a. an Rauch- und Mehlschwalben und konnten unserer Beobachtungsliste noch 7 Arten hinzufügen, so dass wir insgesamt auf 60 Arten kamen und mit diesem Ergebnis zufrieden die Exkursion beendeten. - Renate Neuhaus -

Exkursion in die Drover Heide und zum Biesberg
am 23.09.2007

Am 23. September 2007 bot die Biologische Station im Kreis Düren e.V. eine Exkursion in die Drover Heide bei Kreuzau unter der Leitung von Lothar Gerhards von der Unteren Landschaftsbehörde Düren an, an der einige AGON-Mitglieder teilnahmen. Die Drover Heide, ein aufgelassener Truppenübungsplatz in einer Größe von ca.680 ha, liegt als Wasserscheide zwischen der Rureifel und der Zülpicher Börde. Auf dem durch Jahrhunderte Landwirtschaft ausgelaugten Boden hat sich die Besenheide, die hier bis zu einem Meter hoch wird, grossflächig erhalten. Die militärische Nutzung führte jedoch zu spezifischen Biotopen, die das Gebiet heute für viele gefährdete Tier- und Pflanzenarten zu einem europaweit bedeutsamen Lebensraum werden ließen. So hat der Ziegenmelker genau wie das Schwarzkehlchen hier sein Reich, die Heidelerche singt noch ihr Lied und Raubwürger und Neuntöter jagen ihre Beute. Wir fanden beide Urkrebsarten, wovon wir ein Exemplar der einen bereits auf einer früheren Exkursion in der Biologischen Station kennen gelernt hatten. Herr Gerhards zeigte uns auch den Saftkugler aus der Familie der Tausendfüssler, den der NABU zum Wirbellosen Tier des Jahres 2006 erklärt hat. In den Fahrspuren und Kleingewässern sind außerdem alle vier Molcharten zu finden, Kreuzkrötenkaulquappen und Grünfrösche konnten wir selbst beobachten. Botanisch lernten wir am Tümpelrand den Pillenfarn

und gelb blühend, 2-12 cm groß, den Fadenenzian kennen, der erst mit dem aufkommenden Sonnenschein seine winzigen Blüten öffnete. Um all diese Schätze den Besuchern gezielt näher zu bringen, sollen noch einige Wege angelegt werden, ohne aber Kernzonen einer Population zu berühren. Vollgepfropft mit Informationen und Eindrücken verabschiedeten wir uns gegen 13:30 Uhr und nutzten die Gelegenheit, um dem Halbtrockenrasen am Biesberg noch einen Besuch abzustatten. Im Frühjahr ist dieses Gebiet mit seinen Orchideen fester Exkursionsbestandteil, aber auch heute waren wir freudig überrascht – flächendeckend blühte die Grosse Braunelle in strahlendem Blau, dazwischen immer wieder Fransen- und Deutscher Enzian, von letzterem auch ein Albino. Unter einer Kiefer fanden wir einen Pflanzenteppich, den wir bisher im Frühjahr mangels Blüten nur schwer bestimmen konnten, der sich nun aber aufgrund seiner markanten Lippenblüten als Echter Gamander einordnen ließ. Golddistel, Habichtskräuter, Purgier-Lein, Mannstreu, Wundklee und eine voll aufgeblühte Küchenschelle komplettierten das Bild einer prachtvollen Spätsommerwiese, wobei die Küchenschelle schon die Vorfreude auf die nächste Orchideensaison weckte. Müde, aber hoch zufrieden kamen wir gegen 17:30 Uhr nach Schwerte zurück.
Renate Neuhaus

Bild l. o.: Fadenenzian (Foto AGON/Neuhaus)

Bild r. o.: Saftkugler (Foto AGON/Neuhaus)


Besuch des Kindergartens Schwerter Wald e.V.
am 20.07.2007

Foto: AGON/Neuhaus 20.07.07Der Kindergarten Schwerter Wald e.V. besuchte am Freitag, den 20. Juli 2007 mit 12 Kindern, begleitet von Müttern, Großmüttern und einem Vater unsere AGON-Wiese „In den Höfen“.

Heribert Grawe nahm die Gruppe um 10:00 Uhr in Empfang und gab zunächst einen Überblick über die Entwicklung dieser Wiese. Dann ging es, für die Kleinen wesentlich interessanter, entlang an der Mäuseburg und den Demonstrationsobjekten für den Insektenschutz bis zum kleinen Teich. Die meisten Kinder zeigten sich wissbegierig und bekamen alle Fragen genau beantwortet. Für die nicht so Neugierigen sorgten Grashüpfer und Libellen für Unterhaltung. Vorbei an verschiedenen Sitzwarten und Nistkästen führte der weitere Weg zum großen Teich, der alle faszinierte, zumal sich dort im Gras noch eine junge Erdkröte blicken ließ. Wieder bei den Bänken angekommen, durften die Kinder ihre handwerklichen Fähigkeiten ausprobieren und bauten mit Herrn Grawes Hilfe einen Meisen-Nistkasten zusammen, der zukünftig an einem Baum im Kindergarten hängen wird. Zum Abschluss wurde mit Apfelsaft von heimischen Streuobstwiesen noch der Durst gelöscht und das Versprechen gegeben, dass der Kindergarten auch ein Insektenholz bekommt, um so die Kinder zu eigenen Beobachtungen anzuregen. Für die AGON selbst gab es bei dem Rundgang eine schöne Überraschung – die Breitblättrige Sumpfwurz (Epipactis helleborine) hat unsere Wiese an vier Stellen erreicht!
Renate Neuhaus

Exkursion zum NSG Mackenberg
am 15.07.2007

Statt Schmetterlinge mehr Pflanzen!

Blauer Eisenhut - Aconitum napellus, Foto: AGON/Neuhaus 15.07.07Mitte Juli ist normalerweise die richtige Zeit, um im NSG Mackenberg Schmetterlinge zu beobachten –und zu fotografieren. Das hatten wir auch am 15. Juli 2007 mit sieben AGON-Mitgliedern geplant, doch infolge hoher Temperaturen zeigten sich die Schmetterlinge in keiner Weise kooperativ ihre Anzahl, auch bei Kaisermänteln, Pfauenaugen und Admiralen war wahrscheinlich durch die hohe Feuchtigkeit geringer als im Vorjahr. Außerdem fühlten sich die anwesenden Falter aufgrund der Wärme nicht bewogen, sich irgendwo zu setzen, um so die Fotografen zu entzücken. Die kamen aber trotzdem voll zum Zuge. Der Reichtum an blühenden Pflanzen ließ die Kameras nicht zur Ruhe kommen. Große Flecken Dost wechselten sich mit Hauhechel, Klappertopf, Wiesensilge, Sterndolde, Echtem Labkraut und Wiesen-Alant ab. Dazwischen entdeckten wir immer wieder kräftige Exemplare von Kreuz-Enzian, Mücken-Händelwurz, blauem und gelbem Eisenhut, Klebrigem Salbei, Feuerlilien, Nessel- und Rundblättrigen Glockenblumen und viele großwüchsige Pflanzen der Breitblättrigen Sumpfwurz. Die jetzt roten Fruchtstände des Aronstabes seien ebenso wenig vergessen wie die noch nicht blühenden Exemplare des Schwalbenwurz-Enzians und die weißblütige Nesselblättrige Glockenblume, die wir seit Jahren beobachten. Da sich durch Büsche und Bäume Sonne und Schatten auf den Wegen abwechselten, machte uns die Wärme nur wenig zu schaffen, so dass wir die botanische Pracht voll genießen konnten.
Renate Neuhaus

Exkursion zu den Schmetterlingen und Orchideen in Ostwestfalen/Hessen
am 07.06.2007

Den Fronleichnams-Feiertag 07.06.2007 nutzten 9 AGON-Mitglieder und 2 Gäste für eine Exkursion zu den heimischen Orchideen im Grenzgebiet Ostwestfalen/Hessen und im Diemeltal. Bei hohen Temperaturen floss zwar der Schweiß, aber dafür lernten wir einen Frauenschuh-Standort an einem Waldrand und einen ganzen Hang voller Monorchis-Pflanzen kennen. Außerdem erlebten wir eine Überraschung. Drei Wochen zuvor hatten wir in kleiner Gruppe in einem Steinbruch am Kregenberg Orchideen der Gattung Epipactis entdeckt, die wir da nicht einwandfrei bestimmen konnten.

Jetzt waren sie voll aufgeblüht, und unsere Vermutung bestätigte sich – Braunrote Sumpfwurz (Epipactis atrorubens).Allerorts waren natürlich im Sonnenschein Schmetterlinge, darunter Admiral, Kaisermantel, Schwalbenschwanz und Esparsetten-Widderchen unterwegs, was uns dafür entschädigte, dass durch die diesjährige Trockenperiode nicht nur die Orchideenflora stark in Mitleidenschaft gezogen war, auch die normale Feldflora war z.T. vertrocknet oder gar nicht erst zum Wachsen gekommen. Trotzdem fuhren wir abends – zwar mit Abstrichen – doch zufrieden nach Hause.
Renate Neuhaus

Diemeltal Hölleberg und Lamerden
Großer Kohlweißling (Pieris brassicae)
Kleiner Kohlweißling (Pieris rapae)
Senfweißling (Lepidea sinapis)
Kronwickeheufalter (Colias alfacariensis)
Mauerfuchs (Lasiommata megera)
Perlgrasfalter (Coenonympha arcania)
Wiesenvögelchen (Coenonympha pamphilus)
Distelfalter (Vanessa cardui)
Admiral (Vanessa atalanta)
Kleiner Fuchs (Aglais urticae)
Ehrenpreis-Scheckenfalter (Melithaea aurelia)
Kaisermantel (Argynnis paphia)
Pflaumenzipfelfalter (Fixsenia pruni)
Kleiner Feuerfalter (Lycaena phlaeas)
Argus-Bläuling (Plebejus argus)
Kreuzenzian-Bläuling (Maculinea rebeli) Eiablagen an Kreuzenzian bei Lamerden
Hauhechelbläuling (Polyommatus icarus)
Brauner Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus)
Purpurwidderchen (Zygaena purpuralis)
Esparsettenwidderchen (Zygaena carniolica)
Blutbär (Tyria jacobaeae)

Gammaeule (Autographa gamma)
Braune Kleeeule (Euclidia glyphica)
Gescheckte Tageule (Callistege mi)

NSG Kregenberg bei Marsberg
Schwalbenschwanz (Papilio machaon)
Großer Kohlweißling (Pieris brassicae)
Grünaderweißling (Pieris napi)
Perlgrasfalter (Coenonympha arcania)
Wiesenvögelchen (Coenonympha pamphilus)
Braunauge (Lasiommata maera)
Admiral (Vanessa atalanta)
Kleiner Fuchs (Aglais urticae)
Großer Perlmutterfalter (Argynnis aglaja)
Brombeerzipfelfalter (Callophrys rubi)
Zwergbläuling (Cupido minimus)
Hauhechelbläuling (Polyommatus icarus)
Wiesenknopfdickkopffalter (Spialia sertorius)
Blutströpfchen (Zygaena filipendulae)
Silbereulchen (Deltote bankiana)
Kreuzblumeneulchen (Phythometra viridaria)
Ornatspanner (Scopula ornata)
Linienspanner (Siona lineata)


Exkursion Rieselfelder Münster
am 21.04.2007
von 8:30 bis 14:15 Uhr
Wetter: Sonnig, 3° bis 17°C

Bild: Blaukehlchen, Austernfischer

Beobachtete Vogelarten:

Haubentaucher
Zwergtaucher
Kormoran
Graureiher
Weißstorch
Höckerschwan
Graugans
Kanadagans
Nonnengans
Nilgans
Brandgans
Schnatterente
Krickente
Stockente
Spießente
Knäkente
Löffelente
Tafelente

Reiherente
Fischadler
Mäusebussard
Rohrweihe
Wanderfalke
Fasan
Wasserralle
Teichhuhn
Blässhuhn
Austernfischer
Kiebitz
Flussregenpfeifer
Bekassine
Uferschnepfe
Dunkler Wasserläufer
Grünschenkel
Waldwasserläufer
Flussuferläufer

Kampfläufer
Silbermöwe
Heringsmöwe
Lachmöwe
Zwergmöwe
Ringeltaube
Steinkauz
Mauersegler
Grünspecht
Buntspecht
Uferschwalbe
Rauchschwalbe
Mehlschwalbe
Schafstelze
Gebirgsstelze
Bachstelze
Zaunkönig
Mönchsgrasmücke

Dorngrasmücke
Fitis
Zilpzalp
Rotkehlchen
Blaukehlchen
Amsel
Blaumeise
Kohlmeise
Rohrammer
Buchfink
Grünfink
Stieglitz
Haussperling
Feldsperling
Star
Elster
Rabenkrähe

Exkursion zum NSG Ahsewiesen
am 11.03.2007

Zum ersten Mal standen am 11. März 2007 die Ahse-Wiesen bei Hamm-Uentrop im Exkursionsprogramm der AGON. 14 Teilnehmer trafen sich bei strahlendem Frühlingswetter, um die Vogelwelt dieses Naturschutzgebietes kennenzulernen. Mit 373 ha ist es als FFH- und Vogelschutzgebiet ein Teil des europäischen Schutzgebietssystems „NATURA 2000“. Betreut wird es im Auftrage des Kreises Soest von der ABU und von ehrenamtlichen Helfern. Ein zweigeschossiger Aussichtsturm bietet Gelegenheit zu ausgedehnten Beobachtungen, ebenso wie festgelegte Wege. Seit 1986 konnten die Wiesenflächen durch Schließung der Drainagen Stück für Stück wieder vernässt werden,so dass sich heute dort Watvögel und Enten wohlfühlen können, was von Wintergästen, Durchzüglern und Brutvögeln gern angenommen wird. Ca. 50 beobachtete Vogelarten überzeugten uns,

Löffelente, Foto: AGON/Neuhaus dieses Gebiet in Zukunft fest in unsere Exkursionspläne aufzunehmen. Bevor es auf den Heimweg ging, führte ein kleiner Abstecher noch in ein nahe gelegenes Waldgebiet, das für seine vielen Frühlingsblüher bekannt ist, aber außer flächendeckend Lungenkraut hatten nur 1 Buschwindröschen, 2 Scharbockskräuter und 1 Schlüsselblume ihre Blüten geöffnet. Die restlichen Pflanzen hatten sich von der milden Witterung offensichtlich nicht beeindrucken lassen und warten wohl, bis ihre richtige Zeit gekommen ist.
Renate Neuhaus

       

Exkursion zu den Wildgänsen in Holland
am 24./25.02.2007

Sterntaucher Fot: AGON/NeuhausZusammen mit dem NABU-Bergkamen unternahmen 7 AGON-Mitglieder am Februar 2007 eine Bus-Tour zu den Wildgänsen, die im holländischen Friesland überwintern. An der Ijsselmeer-Küste konnten wir zur Einstimmung Tafel- und Reiherenten, einige Schellenten und Haubentaucher beobachten. Über Urk – ein ehemals auf einer Insel im Ijsselmeer gelegenes romantisches Dörfchen, ideal für eine kleine Pause – führte uns die Fahrt weiter durch die Polderwiesen, besetzt mit vielen Höckerschwänen und etlichen Gänseschwärmen nach Grou in die Jugendherberge zum Übernachten. Dort fand ab nachmittags die Ausscheidung in einem Shantychor-

Wettbewerb statt, so dass zum Beobachtungserleben desTages abends noch musikalischer Genuss hinzu kam. Waren wir am Samstag mit dem Wetter einigermaßen zufrieden gewesen, so mussten wir uns am Sonntag bei sämtlichen Beobachtungen regensicher anziehen. Dafür gab es aber im Hafenbecken von Lauwersoog die Krönung der Artenliste, einen Sterntaucher und seit Jahren wieder einmal einen Seehund. An der Küste gesellte sich zu den Seltenheiten noch die Rothalsgans. Rohrdommel und Schneegans zeigten sich leider nicht, dafür aber riesige Schwärme von Weisswangengänsen, denen sich teilweise Ringel-, Bläss- und Graugänse angeschlossen hatten, aber in wesentlich geringerer Zahl. Mit ca. 90 Vogelarten auf unserer Beobachtungsliste konnten wir gegen 17 Uhr völlig zufrieden die Heimfahrt antreten und uns über ein gelungenes Wochenende freuen.
Renate Neuhaus

       

Exkursion Möhnesee
am 07.01.2007
Wetter: Trocken, überwiegend bedeckt mit sonnigen Abschnitten.
Uhrzeit: 9:00 bis ca. 14:00 Uhr
Teilnehmer: 11 Mitglieder der AGON Schwerte und ein Gastteilnehmer

Führung: H. Künemund, R. Badalewski (52 Arten)

Die erste AGON-Exkursion des Jahres 2007 führte traditionell zur Möhne-Talsperre, um dort Wintergäste zu beobachten. Es bot sich ein ungewohntes Bild. Aufgrund der PFT-Belastung und wegen notwendiger Reparatur-Arbeiten war das Wasser um über die Hälfte abgelassen worden, und in den trocken gefallenen Regionen gingen etliche Personen spazieren. Das schon seit geraumer Zeit viel zu warme Wetter ließ uns natürlich keine Seltenheiten erwarten, trotzdem konnten wir 52 Vogelarten beobachten, darunter

Zwergtaucher einen Silberreiher, Gänsesäger, Zwergtaucher, Reiher- und Tafelenten sowie einen großen Schwarm Erlenzeisige und freuten uns über eine gelungene Exkursion an einem Sonnentag in einer stetigen Regenperiode.
Renate Neuhaus, Foto: Zwergtaucher AGON/D. Neuhaus

Haubentaucher
Zwergtaucher
Kormoran
Graureiher
Silberreiher 1 Expl.
Höckerschwan
Trauerschwan
Graugans
Kanadagans
Blässgans
Nilgans
Schnatterente
Krickente

Stockente
Tafelente
Reiherente
Schellente
Brautente 0,1 Expl.
Gänsesäger
Mäusebussard
Sperber
Teichhuhn
Blässhuhn
Silbermöwe
Sturmmöwe
Lachmöwe

Ringeltaube
Stadttaube
Buntspecht
Mittelspecht
Bachstelze
Wasseramsel
Zaunkönig
W.-Goldhähnchen
Rotkehlchen
Amsel
Schwanzmeise
Blaumeise
Kohlmeise

Kleiber
Gartenbaumläufer
Buchfink
Grünfink
Stieglitz
Erlenzeisig > 100 Expl.
Fichtenkreuzschnabel 2 Expl.
Kernbeißer
Dompfaff
Haussperling
Eichelhäher
Elster
Rabenkrähe


Exkursion Rieselfelder Münster
am 29.07.2006
Teilnehmer: Badalewski, Kolbe, Künemund, Sauer
Beobachtete Vogelarten:

Haubentaucher
Zwergtaucher
Kormoran
Graureiher
Nachtreiher 1ad.+1juv.
Weißstorch 2
Höckerschwan
Graugans
Kanadagans
Nonnengans
Nilgans
Brandgans
Schnatterente
Krickente
Stockente
Spießente
Löfffelente

Reiherente
Kolbenente
Mäusebussard
Rohrweihe
Turmfalke
Fasan
Wasserralle
Teichhuhn
Blässhuhn
Kiebitz
Flussregenpfeifer
Bekassine
Uferschnepfe
Dunkler Wasserläufer
Grünschenkel
Waldwasserläufer
Bruchwasserläufer

Flussuferläufer
Alpenstrandläufer
Sichelstrandläufer
Kampfläufer
Heringsmöwe
Lachmöwe
Hohltaube
Ringeltaube
Steinkauz
Mauersegler
Rauchschwalbe
Mehlschwalbe
Schafstelze
Bachstelze
Zaunkönig
Teichrohrsänger
Fitis

Zilpzalp
Singdrossel
Amsel
Bartmeise
Blaumeise
Kohlmeise
Rohrammer
Buchfink
Grünfink
Stieglitz
Haussperling
Star
Eichelhäher
Dohle
Rabenkrähe

Exkursion zum NSG Mackenberg
am 23.07.2006

Im NSG Mackenberg empfängt den Besucher eine parkartige Landschaft aus blumenreichen Wiesen, Buschwerk und Wald. Zementwerke und Kalksteinbrüche in der Umgebung weisen auf den basischen Boden hin, der zusammen mit der relativ trockenen Lage auf einem Hügel und den notwendigen Pflegemaßnahmen Voraussetzung für solche artenreiche Halbtrockenrasen ist. Besonders beeindruckend war der Reichtum an Schmetterlingen als Folge der zahlreichen Futterpflanzen. Bei den Pflanzen waren besonders bemerkenswert: Viele Exemplare der Skabiosen-Flockenblume (Centaurea scabiosa), Echtes Labkaut (Galium verum) aber auch Wiesen-Silge

(Selinum carvifolia), Bärenschote (Astragalus glycyphyllos), Kreuz-Enzian(Gentiana cruciata), Christophskraut (Actaea spicata), sowie einige Orchideenarten.

Beim anschließenden Kurzbesuch des NSG Ahsewiesen zwischen Beckum und Soest waren leider anstelle der üblichen Feuchtwiesen jetzt Trockenwiesen festzustellen. Am noch Wasser enthaltenden Tümpel Blässhühner mit Jungen, ein Kiebitz und ein Graureiher. Außerdem zwei weibl. Rohrweihen in und über den Wiesen.
Näheres zu den Schmetterlingen.


Exkursion in die Eifel
am 11.06.2006

Die Eifel ist nicht nur durch ihre Orchideen bekannt, sondern u. a. auch durch Schiefer, Buntsandstein, Maare und Moore. Einen Teil der Landschaft prägt die Rur, wo heute noch Wasseramsel, Eisvogel und Biber zu Hause sind. In der Biologischen Station in Nideggen-Brück wird das in Form einer Ausstellung naturnah dargestellt. Am 11. Juni 2006 besuchten wir mit neun AGON-Mitgliedern diese Ausstellung und erfuhren danach vor Ort durch die sachkundige Führung eines Mitarbeiters der Bio-Station noch viel Wissenswertes, u.a. über Bodenstrukturen, Gesteinsverschiebungen, Einschlüsse, Eidechsen, Hoch- und Niederwald, alte Waldnutzungsformen, Pflanzengesellschaften, Gräser und Seggen. Zuvor durften wir in einem Aquarium noch einen Urkrebs bestaunen, ein Überbleibsel aus dem Tertiär, das bis heute seine Form und Lebensweise nicht verändert hat. Nach zwei statt der geplanten einen Stunde und einer ausgiebigen Rast auf dem Außengelände der Bio-Station nahmen wir dann auf bekannten Pfaden die Orchideen am Biesberg in Augenschein. Ohnhorn, Grüne Hohlzunge und Kuckucksorchis hatten ihre Blütehöhepunkte bereits überschritten.

Urkrebs im Aquarium Dafür fanden wir neben unzähligen Exemplaren der Mücken-Händelwurz die erste offene Bienenragwurz-blüte, aber leider noch keine offene Bocksriemenzunge.
Die letzte Station unserer Exkursion lag bei Wachendorf im Kreis Mechernich nördlich des Kuttenbergs. Dort gab es ausgiebig Gelegenheit zum Fotografieren von weißem und rotem Waldvöglein (mit offener Blüte), Nestwurz, Breitblättriger Sumpfwurz und einem ausgebreiteten Polster von Ackergauchheil und seiner genetischen Variante, dem blauen Gauchheil. Am frühen Abend verließen wir müde, aber begeistert die Eifel nach einem trotz hoher Temperaturen erlebnisreichen Tag.
Renate Neuhaus

Vogelkundliche Exkursion zum Dümmer
am 06. und 07.05.2006
Teilnehmer 13 Personen, sonnig, ca. 25°C, mittlerer Ostwind

In der Nähe des heutigen Städtchens Diepholz bildete sich vor Jahrtausenden zwischen zwei Eiszeiten in einer Senke, geschützt von umliegenden Höhenzügen, der DÜMMER. Seit langem ist dieser See als Drehscheibe des Vogelzuges bekannt und zählt zu den weltweit über 600 Feuchtgebieten, die für den Schutz von Zugvögeln reserviert sind. Auf einer zweitägigen Exkursion mit Übernachtung im Naturfreunde-Haus Vehrte konnten sich bei optimalem Wetter 13 AGON-Mitglieder selbst ein

Bild von der Artenvielfalt machen: Insgesamt 90 Vogelarten wurden beobachtet. Unterstützt wurde das Erlebte durch einen Besuch der „Dümmer Vogelschau“; die der Gaststätte Schomaker in Dümmerlohausen angegliedert ist. Hier wurde aus einer Familiensammlung von Präparaten ein hochinteressantes Informationshaus entwickelt, das seit 2005geöffnet ist. Ein Film über das Projekt Natura 2000 – die Wiedervernässung von trockengelegten Gebieten um den See, die für den Naturschutz aufgekauft wurden, rundete den Besuch ab. Im Rhedener Geestmoor konnten wir am zweiten Tag den im Wasser absterbenden Birkenwuchs aus nächster Nähe betrachten und uns dabei noch am lebhaften Gequake der Wasserfrösche und den vielen Bülten mit einköpfigem Wollgras erfreuen, bevor wir im späten Nachmittag die Heimfahrt antraten.
Renate Neuhaus

Die Vogelarten:
Haubentaucher
6 Schwarzhalstaucher
Kormoran
Graureiher
Silberreiher
Weißstorch
Höckerschwan
Graugans
Kanadagans
Blässgans
Nonnengans
Nilgans
Streifengans
Brandgans
Schnatterente
Krickente
Stockente
Knäkente
Löffelente
Tafelente
Reiherente
Kolbenente

Sperber
Rotmilan
Rohrweihe
Wiesenweihe
Baumfalke
Turmfalke
Fasan
Wachtel
Blässhuhn
Austernfischer
Kiebitz
Bekassine
Gr. Brachvogel
Uferschnepfe
Dkl. Wasserläufer
Grünschenkel
Waldwasserläufer
Bruchwasserläufer
Kampfläufer
Silbermöwe
Heringsmöwe
Mäusebussard
Heringsmöwe

Lachmöwe
Trauerseeschwalbe
Flussseeschwalbe
Ringeltaube
Türkentaube
Kuckuck
Mauersegler
Feldlerche
Rauchschwalbe
Mehlschwalbe
Schafstelze
Bachstelze
Baumpieper
Wiesenpieper
Zaunkönig
Schilfrohrsänger
Teichrohrsänger
Gartengrasmücke
Mönchsgrasmücke
Klappergrasmücke
Dorngrasmücke
Fitis
Zilpzalp

Trauerschnäpper
BraunkehIchen.
Hausrotschwanz
Nachtigall
Rotkehlchen
Steinschmätzer
Singdrossel
Amsel
Schwanzmeise
Blaumeise
Kohlmeise
Rohrammer
Buchfink
Grünfink
Bluthänfling
Haussperling
Star
Pirol
Eichelhäher
Elster
Dohle
Saatkrähe
Rabenkrähe


Wanderung durch die Lippeaue
am 25.09.2005

Aus Anlass des 75jährigen Bestehens der Naturfreunde-Ortsgruppe Schwerte fand gemeinsam mit der AGON Schwerte eine Exkursion in die Lippe-Aue statt. Nachdem Ludwig Holzbeck, Leiter des Umweltamtes Kreis Unna die Ökologie-Station in Bergkamen-Heil vorgestellt hatte, ging es mit Klaus Klinger, Leiter der Biologischen Station, hinaus in die Lippe-Aue. Das Renaturierungsprogramm läuft schon seit einigen Jahren, und gute Fortschritte sind nicht zu übersehen. Interessant waren vor allem die Altarme, die aber nicht einfach mit Durchstichen wieder an die Lippe angeschlossen werden können. Abgesehen davon, dass erst weitere Uferbefestigungen aus Beton und Steinschüttungen beseitigt werden müssten, liefen die Altarme leer. Die Lippe hat sich im Laufe der Zeit, beschleunigt durch Begradigungen, weiter in ihr Bett eingegraben und liegt heute tiefer als die alten Flussschlingen. Inzwischen sind zahlreiche "Natur-Inseln" entstanden.

Lippe-Aue (Foto: Neuhaus) Ziel ist jedoch eine Vernetzung über etwa 11 Kilometer, die aber noch Zeit und Geld kosten wird. Neben den Arbeitskosten ist noch einiger Grunderwerb erforderlich.
Erfolge sind vor allem direkt am Ufer zu erkennen: In den Flachwasserzonen, wo sich das Wasser stärker erwärmt, können Jungfische beobachtet werden. Der Eisvogel nimmt die offenen Steilufer dankbar an, und nach jahrelanger Abwesenheit sind auch die Uferschwalben zurück gekehrt.
Renate Neuhaus

Naturpark Solling-Vogler:

Exkursion zu den Orchideen des Burgberges
am 21.05.2005

Der Burgberg beherbergt das größte bekannte zusammen hängende Frauenschuh-Vorkommen. Der Steilhang ist mit einem Rundweg mit Stufen und Geländern versehen, so dass der Versuchung, ins Gelände hinein zu gehen, gut sichtbare und auch gut akzeptierbare Grenzen gesetzt sind. Leider hatte es in der Nacht zuvor ausgiebig geregnet. Auf dem glitschigen Weg war also Vorsicht angesagt. Um 10 Uhr wurden wir am Parkplatz Negenborn vom Revierförster, der uns bereits vor sieben Jahren geführt hatte, erwartet. Für den Anstieg zur Frauenschuh-Fläche nahmen wir den kürzeren, leider dafür um so steileren Weg. Doch alle Mühe war beim Anblick der 1200 bis 1500 Pflanzen in voller Blüte sofort vergessen. Zur Zeit wird die Fläche einmal jährlich gemäht, das Mahdgut wird abgetragen.

Neben dem Frauenschuh kommen auch Großes Zweiblatt, Purpur-Knabenkraut, Manns-Knabenkraut, Mücken-Händelwurz, Braunrote Sumpfwurz und Schwertblättriges Waldvögelein vor. Dazu noch: Ähren-Christophskraut, Akelei, Einbeere, Tollkirsche, Seidelbast, Zweizahn, Bündner Alpenmohn (verwildert), Salomonssiegel und Bitteres Kreuzblümchen.

Als Langzeitprojekt sollen noch vorhandene Nadelbaumbestände durch standortgerechten Mischwald ersetzt werden. Probleme bereitet die Esche, die die Buche zu verdrängen versucht. Der Rückweg, weiter aber leichter, bescherte uns noch als technisches Kulturdenkmal einen 150 Jahre alten Telegrafen-Turm, der mit anderen - nicht mehr vorhandenen Türmen der Nachrichtenübermittlung zwischen Berlin und Köln/Koblenz diente. Die Übertragung einer kurzen Botschaft dauerte damit nur zwei Minuten.

Aus den geplanten zwei Stunden waren fast vier geworden, als wir uns dankend verabschiedeten, um ins Diemeltal, zum Hölleberg und zum Höhenrücken Am Quast weiter zu fahren. Dort erwarteten uns große Bestände von Dreizähnigem Knabenkraut, Manns-Knabenkraut, Helm-Knabenkraut, Weißem Waldvögelein und Fliegen-Ragwurz. Weitere auffällige Pflanzenarten: Nacht-, Weiße und Rote Lichtnelke, Nickendes Leimkraut, Kreuz-Enzian, Klappertopf, Hundszunge, Purgier-Lein, Hufeisen-Klee und Trauben-Gamander.

Renate Neuhaus


Geburtswehen: Ein Nationalpark entsteht

Exkursion zum neuen NP Eifel
am 10.10.2004

Auf einer herbstlichen Exkursion zum Urft-Stausee konnten wir in einer kleinen Gruppe zusammen mit dem NABU Düren unter der sachkundigen Führung von Dr. W. Eberius und Forstwart R. Niehaus den entstehenden Nationalpark Eifel kennen lernen. Bei sonnigem, aber kaltem Wetter trafen wir uns um 10:00 auf dem Parkplatz Paulushof im Kermeter und wanderten durch Laub- und Nadelwälder zum Stausee. Herr Niehaus vermittelte anschaulich, wie ein Mischwald gestaltet sein soll, um gegen Schädlingsbefall möglichst gerüstet zu sein.
Herr Ebenius gab uns einen Einblick in die Probleme eines gerade festgesetzten und nun zu gestaltenden Nationalparks. Besuchern sei es nur schwer zu vermitteln, dass in einem sehr pilzreichen Gebiet nun keine Pilze mehr gesammelt werden dürfen, dass Leinenzwang für Hunde oder Angelverbot besteht. Eine geregelte Öffnung für den

Besuchertourismus ist natürlich notwendig, aber wo dürfen hier noch neue Hotels gebaut werden? Wer darf die Ordensburg, ein Schulungsbauwerk aus dem 3. Reich, wie nutzen?
Wie auch bei anderen Nationalparken gilt es immer wieder, zwischen gegensätzlichen Ansprüchen abzuwägen und einen Kompromiss zu finden. Die Vielzahl der Interessenten macht die Aufgabe nicht leichter: Da sind der Wasserverband Eifel Rur, betroffene Kreise und kreisfreie Städte, die Biologischen Stationen, der NABU, private Investoren und das Hotel- und Gaststättengewerbe.
Der Nachmittag ist schon fortgeschritten, als wir uns für den wunderschönen und interessanten Tag bedanken und vollgestopft mit Informationen die Heimreise nach Schwerte antreten.   Renate Neuhaus