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Kontakt: Gerhard Kochs Tel. 02304 73273

Flora Pilze Weiterleitung

 Orchideen in Schwerte
sie üben eine ungewöhnliche Faszination auf uns aus. Eine Orchidee geschenkt zu bekommen, ist immer noch etwas Besonderes. Dabei werden sie in speziellen Gärtnereien längst als exotische Massenware gezüchtet. Weltweit gibt es rund 20 000 Orchideenarten, allerdings eignen sich nur wenige Arten zur Zucht. Weiter lesen

Botanische Wanderungen
Seit vielen Jahren führt uns Gerhard Kochs durch die heimische Flora. Rund 70 Mal haben wir gemeinsam die Schwerter Natur durchstreift und haben über 600 Pflanzenarten festgestellt. Weiter lesen

Pflanzenfunde
Hier geht es um bemerkenswerte Pflanzen. Das können sowohl hier erstmalig gefundene Wildpflanzen sein als auch Gartenpflanzen, die sich in die Freiflächen hinein ausgebreitet haben, pflanzliche Schönheiten oder Pflanzen mit einer besonderen Bedeutung. Weiter lesen


Blühendes Ruhrtal

Wer müßig will durch's Ruhrtal wandern
vereint vielleicht mit vielen andern -
die Aue hinunter, den Waldhang hinauf,
zu finden Blumen, und zwar zu hauf,
und endlich sie dann hat entdeckt,
vor ihrer Vielzahl oft erschreckt.
Die Fülle dieser Blütenpracht,
gemeinhin einige Umständ‘ macht.

Wer sich dennoch redlich mühet,
selbst zu bestimmen, was da blühet,
der braucht ‘ne Lupe, gute Ruh
und ein Bestimmungsbuch dazu.
Beäugt den Fund von allen Seiten,
läßt gern sich von Erfahrung leiten.

Er unterscheidet auf der Stelle,
Ajuga reptans und Prunelle,
nebst Taubnessel und Hohler Zahn,
der "stechend" heißt, weil er es kann.
Auch leicht er zu bestimmen weiß,
die vielen Arten Ehrenpreis,
die zierlich sind und auch bescheiden,
man mag sie eben deshalb leiden.

Leuchtend gelb die Königskerzen,
wärmen selbst die kühlsten Herzen.
Nachtschatten fällt auf‘s Gemüt,
wer Solanum dulcamara sieht.
Bänglich wird dem armen Tropf,
begegnet er dem Natternkopf,
der protzt mit einem Blütenwickel,
ein Döldchen nur ziert den Sanikel.

Hüt‘ er sich vor dem Eisenhut,
sein Gift fatale Wirkung tut.
Verlegen aber um sich spähet,
wer Stendelwurz mit Füßen tretet.
Die Epipactis säumt den Wegesrand,
stets besonderen Dung verlangt.
Denn Pflanzen sind, das ist erwiesen,
ganz auf den Standort angewiesen.
So gibt es "Kalk-" und "Säurezeiger",
so ähnlich wie ein "Zähler-Geiger".

Vom Bachrand grüßet Nelkenwurz,
dem Grasfrosch ist sie reichlich schnurz.
Die Vierfleck-Spinne auf der Minze,
sucht Beute hier – und diese find‘ se.
Den Käfer mehr das Labkraut freuet,
weil dick gepanzert er nichts scheuet.

Binsen und Seggen, die mögen das Nass,
zu ihnen gesellt sich auch Pfeifengras.
Erkunder dieser feuchten Sümpfe,
werden nass bis auf die Strümpfe.

Auf fetten Wiesen wächst viel Futter,
woraus die Kühe machen Butter:
Festuca, Poa nebst Gattung Bromus,
kein Rindvieh hier lang suchen muß.
Der stolze Bocksbart auf den Weiden
mag Sonnenschein nicht lange leiden.
Schon früh am Tag geht er zur Ruh,
macht seinen Blütenladen zu.
Du aber, beschaulicher Florenfreund,
genieße solange die Sonne noch scheint.
Gerhard Kochs