Aktuelle Beobachtungen 2020-1 zurück  

Hier finden Sie aktuelle Beobachtungen vor allem aus dem Bereich TK25-4511 Schwerte und Umgebung.
Unsere Mail-Adresse für Ihre Beobachtungen:
Bitte geben Sie Ihren Namen, das Datum und den Beobachtungsort mit an.
Mit Ihrer Meldung an uns erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihr Name zu Ihrer Meldung veröffentlicht wird.

Kranichzug Rastplätze in Europa
Beobachtungen im Kreis Unna: www.oagkreisunna.de

 

19.01.2020 Bürenbruch: Haubenmeise und Pilze an totem Holz
U.&D.Ackermann: Da die Vögel jetzt schon singen, hört sich der Wald doch nicht mehr so tot an. Vor allem sind es Kohl- und Blaumeisen, die singen. Ganz ungewöhnlich war die Beobachtung einer Haubenmeise, die eigentlich eher Kiefern besucht, auf einer halbwüchsigen Erle. Einige Eichelhäher waren mit viel Geschrei im Wald unterwegs. Vom Waldrand flog schließlich noch ein Mäusebussard ab und ein Paar Haussperlinge pickten in einem Haufen Pferdeäpfel herum.
Interessant fanden wir die an totem Holz wachsenden Pilze. Viele gefällte Stämme bleiben im Wald liegen und verrotten. Das heißt, sie werden vor allem von Pilzen zu eigenem Vorteil genutzt. Was übrig bleibt vom Holz kann von Bakterien wieder in Grundtoffe zersetzt werden, die den Bäumen und anderen Pflanzen zur Verfügung stehen. Die Natur kennt nicht nur Kreislaufwirtschaft, sie wendet sie auch konsequent an. Immer wieder auffallend sind die bunt gezonten Fruchtkörper der Schmetterlingstramete an Baumstümpfen oder auch die häufigen, oberseits behaarten Zottigen Schichtpilze. Auf liegenden Eichenstämmen fanden wir den Eichenwirrling mit seiner abenteuerlich zerfuchten Unterseite.

Schmetterlingstramete (am Zentrum grün von Algen), Eichenwirrling und Zottiger Schichtpilz.
Fotos AGON/Ackermann, 19.01.2020

16.01.2020 Schwerte: Kranichzug nach NO!
H.Witt: Schon so Früh zurück? Heute 17:05 Gänsewinkel ca. 100 Kraniche in V-Formation in Richtung NO.

16.01.2020 Ergste: Beobachtung
D.Ackermann: Wesentlich angenehmer - weil windstill - war heute die Inspektion der potenziellen Greifvogelhorste. Umso trauriger das Ergebnis: Zwei Mäusebussardhorste sind verschwunden, zwei Habichthorste, schon im vorigen Jahr unbesetzt sind ein gutes Stück kleiner geworden. Vom Habicht gab es auch keine Anzeichen. Im Vorjahr hatte ich ihn wenigstens noch überraschen können, nachdem er ein Huhn geschlagen hatte. Dafür war aber wenigstens etwas Vogelleben zu sehen und zu hören. An mehreren Stellen wisperten Meisen, ein Mäusebussard flog am Michaelisweg, ein anderer am Semberg und eine kleine Schar Eichelhäher versteckte sich in den Büschen eines Vorgartens. Offenbar hielt hier ein Familienverband noch zusammen.
Im Wald ist das Totholz ganz oder teilweise mit Moos überzogen. Es handelt sich hier meist um das Zypressen-Schlafmoos. Die Zypresse stand wohl Pate für den ersten Namensteil weil das Moos auf glatten Holzflächen dicht anliegende "Bäumchen" ausbildet. Schlafmoos deutet auf die frühe Verwendung als getrocknete Kissenfüllung hin, die angeblich einen besseren Schlaf brachte. Wer genauer hinschaut, sieht auch im Polster die "Schwänzchen" aus winzigen, anliegenden Blättchen und auch die Sporenträger, die jetzt im Winter bis zum Fühjahr reif werden. Zur Vermehrung der Moose siehe 21.12.2019.

Mit Moos bewachsenes Totholz, Zypressen-Schlafmoos, männliche Blüten am Haselstrauch.
Fotos AGON/Ackermann, 16.01.2020

15.01.2020 Ergste: Turmfalken und Frühblüher
D.Ackermann: Bei der heutigen Horstsuche zeigte sich, dass alle drei kontrollierten und im Vorjahr besetzten Horste noch vorhanden sind dank eher moderater Windstärken bisher. Am Bürenbrucher Weg waren die Turmfalken offenbar bereits in Balzstimmung. Nach schnellen Runden über dem freien Feld wurden aktiv mögliche Nistplätze angeflogen. Draußen, aber vor allem im eigenen Garten sieht es bei rund 10°C fast nach Frühling aus, obwohl der unangenehm starke Südwind tiefere Temperaturen vortäuscht. Es blühen Ringelblumen, Schneeglöckchen, Winterlinge, Rote Taubnesseln, Persischer Ehrenpreis - und die Vogelmiere mit ihren winzigen Blütchen scheint sogar immer duchzublühen.

Schneeglöckchen, Rote Taubnessel, Winterling - Persischer Ehrenpreis, Ringelblume. Fotos AGON/Ackermann, 15.01.2020

12.01.2020 Wasservogelzählung im östlichen Ruhrtal
H.-G.Bullenda: Unsre heutige Wasservogelzählung (mit Heinz Wulf, Claudia Weigel, Heino fuhr uns) hat folgendes Ergebnis erbracht: 21 Graugänse, 133 Kanadagänse, 21 Nilgänse; 73 Stockenten, 52 Reiherenten, 15 Schnatterenten, 4 Krickenten; 31 Blässrallen, 7 Teichrallen, 4 Haubentaucher, 8 Zwergtaucher, 1 Kormoran, 6 Höckerschwäne, 16 Graureiher, 5 Silberreiher, 2 Eisvögel, 3 Lachmöwen; 51 Rabenkrähen, 30 Dohlen, 1 Eichelhäher, 2 Ringeltauben, 25 Hohltauben, 5 Amseln, 6 Kohlmeisen, 7 Blaumeisen, 1 Rotkehlchen, 2 Zaunkönige, 2 Buchfinken, ca. 50 Haussperlinge, 1 Kleiber, 7 Mäusebussarde. Erschreckend war für uns die große Ansammlung an Müll unmittelbar am Wasserrand sowie auch im Uferbereich.

12.01.2020 Villigst und Ergste: Wintervogelzählung
H.Dreßler, U.&D.Ackermann: Der NABU hat mal wieder zur Wintervogelzählung aufgerufen, und viele haben sich beteiligt. Hier zwei extreme Unterschiede:
H.Dreßler zählte in Villigst an der Elsebachstraße: Blaumeise 8, Kohlmeise 6, Tannenmeise 2, Schwanzmeise 6, Buchfink 2, Rotkehlchen 2, Kleiber 1, Grünspecht 1, Buntspecht 1, Haussperling 8, Amsel 2, Heckenbraunelle 1, Rabenkrähe 4 und Eichelhäher 1.
U.&D.Ackermann zählten in Ergste Am Derkmannsstück von 13 - 14 Uhr: Rabenkrähe 2, Ringeltaube 1. Die Vögel waren nicht etwa im Garten sondern flogen in der Nachbarschaft. Unsere Futterstelle ist seit Tagen nicht angerührt.

12.01.2020 Ergste: Sperber
U.Ackermann: Beim Blick aus dem Wohnzimmerfenster wurde ich von einem Sperber überrascht, der sicher länger als eine Minute auf unserer Birke saß und in den Garten schaute. Nachdem er sich wohl auch davon überzeugt hatte, dass es hier anscheinend keine Kleinvögel mehr gibt, flog er seitlich ab.

11.01.2020 Westhofen: Spechte u.a.
U.&D.Ackermann: Der Mittelspecht kommte eigentlich täglich, wenn auch zu verschiedenen Zeiten. Gern holt er verstecktes Futter aus Baumritzen. Dann verschwindet er wieder, wie der Buntspecht, von dem mal das Männchen, mal das Weibchen kommt. Die Amsel gehört ja inzwischen schon zu den selteneren Vögeln. Bei ihr kennt man zumindest mit dem Usutu-Virus eine der Ursachen für die Verluste. Wenn der Gartenbaumläufer die Umgebung der Futterstelle besucht, ist er nur auf sehr kleine Körner aus. Sonst sucht er nach Baumläuferart lieber die Baumrinde nach Nahrhaftem ab.

Buntspecht-Weibchen, Mittelspecht - Eichhörnchen, Amsel und Gartenbaumläufer. Fotos AGON/Ackermann, 11.01.2020

11.01.2020 Westhofen: Kleinvögel am Rand der Röllingwiese
K.&A.Matull, U.&D.Ackermann: Wieder herrschte reges Kleinvogelleben an der Futterstelle und täuschte vor, dass in der Vogelwelt alles in Ordnung sei. Leider ist das hier eine Ausnahme, was einigen Leuten zu verdanken ist, die dafür sorgen, dass das Futter nicht ausgeht. Andernfalls sähe es hier genau so traurig in der Vogelwelt aus wie in der freien Natur oder wie in unserem Garten. Die Futterstelle zieht wie ein Magnet die Vögel der ganzen Umgebung an. Natürlich sind es Standvögel und Wintergäste, Körnerfresser, die die Winter hier verbringen. Trotzdem fehlen einige Arten. Wo sind die Goldammern, die Gimpel, die Grünfinken, die Haus- und Feldsperlinge? Man merkt also selbst hier, wo es Meisen im Überfluss zu geben scheint, dass mit der Natur etwas nicht in Ordnung ist.

Frühlingsgefühle? Kohlmeise inspiziert schon eine Nisthöhle, Schwanzmeise, Die steifbeinige Sumpfmeise hat ein Futterdepot entdeckt. - Blaumeise inspiziert eine Walnuss, die K.Matull listig auf einen Zweig gesteckt hat, Rotkehlchen und Kleiber.
Fotos AGON/Ackermann, 11.01.2020 (wird fortgesetzt)

11.01.2020 Westhofen, Ergste: Grauganszug und scheinbarer Frühling
U.&D.Ackermann: Bei Westhofen überflog uns in SW-Richtung ziehend ein großer Zug Graugänse. von ca. 100 Vögeln. Dazu im Gegensatz singt im eigenen Garten eine Kohlmeise schon wie im Frühling und die Schneeglöckchen stehen kurz vorm Aufblühen.

Etwa 80 von rund 100 südwestwärts ziehenden Graugänsen. Foto AGON/Ackermann, 11.01.2020

07.01.2020 Ergste: Grünspecht
U.Ackermann: Nach Landung und nur kurzem Aufenthalt im Nachbargarten fliegt ein Grünpecht über unseren Garten.

01.01.2020 Rhön: Panorama
U.&D.Ackermann: Zum Abschluss unseres Rhönurlaubs noch ein Panoramabild von der Thüringer Hütte nach Niederbayern. Der Nebel, den wir gestern hier oben hatten, hat sich nun ins Tiefland abgesenkt.

Panorama von der Thüringer Hütte. Foto AGON/Ackermann, 01.01.2020
Hauskrähen und Schelladler. Foto U.Norra

01.01.2020 Oman: Schelladler
U.Norra: wir hier im Oman sind drei Stunden vor Euch im neuen Jahr und warten da auf Euch "grins"..... Habt einen guten Rutsch sowie Glück und Gesundheit für 2020. Ab 05.01.2020 wieder daheim - Herzliche Grüße Udet und Uwe

26.12.2019, Ergste: Zug der Ringeltauben
D.Ackermann: Den Weihnachtsbaum der besonderen Art gab es heute Vormittag auf Brunnenbergs Hof zu sehen. Zwei Eichenkronen waren voller Ringeltauben (mindestens 70-80 Stück). Offenbar hatte ein Zugtrupp in der Nacht hier Rast gemacht. Eigentlich wäre schon etwas eher mit dem Ringeltaubenzug zu rechnen gewesen. Anscheinend ist es im Osten jetzt kalt geworden. Am Wannebachteich konnte ich den verstopften Zufluss wieder etwas frei stochern. Der Teich war aber auch so bereits voll, da von der Pferdeweide genügend Wasser herunter drückt. Ansonsten das übliche Bild mit auffallend wenig Kleinvögeln. Bemerkenswert immerhin ein Turmfalke am Bürenbrucher Weg gegenüber dem Hof Langer.

Rotkehlchen, Rabenkrähe und Turmfalke. Fotos AGON/Ackermann 23.-26.12.2019

 

Ältere Beobachtungen -------------------------------------------------------------------------- zum Seitenanfang